Nachdem ich nun jahrelang in Hessen (da geht dies problemlos ) Eichhörnchen großgezogen und rausgelasasen habe, dachte ich: Mache ich das im Saarland mal ganz im Sinne des Gesetzes und hole mir die nötigen Genehmigungen ein.Gut, die habe ich nun vorgestern erhalten. Im Saarland ist es so, dass man eine Gehegegenehmigung braucht, wenn die Tiere länger als 7 Tage darin verbringen ... oder man dieser Tätigkeit regelmäßig nachgeht.
Unter anderem braucht man Sachkunde §11 und §43 - auch kein Problem.
Die Behörden sind (wie gewohnt) supernett, aber ich habe trotzdem ein Problem: Um tierschutz- und artenschutzrechtlich konfrom zu gehen, benötige ich eine Voliere mit 3 x 2m Grundfläche und 2.50m Höhe. Gehen wir mal davon aus, dass ich mich über den Bebauungsplan hinwegsetze, weil hier sowieso jeder dagegen verstößt und für das Gehege meinen einzigen (!) Baum im Garten fälle. Auch gut. Nun das nächste Problem: Ich, mit meinen gigantischen 1,65m kann eine Voliere mit 2.50 Höhe weder alleine aufbauen, noch aufstellen. Ich stelle mir gerade vor, wie ich das Dach montieren würde
Aber Bettinchen ist ja schlau und nicht geizig, also versucht sie sich einen Volierenbauer an Land zu ziehen. Irgendwelche Pfuschvolieren aus Billiglatten bekommt man problemlos - aber sucht mal jemanden, der ein Alu- oder Stahlvoliere baut. Ich habe inzwischen 1.5 Stunden reine Gesprächszeit hinter mir. Allerdings ist es so, das meine Voliere wohl nicht dem Traumauftragsvolumen der Hersteller entspricht. Man redet da lieber von 10.000- 20.000 Euro Gehegen.Komplett entnervt habe ich nun in unserer Auffangstation angerufen und gefragt, ob ich die Tiere nicht zur Freilassung dorthin bringen kann. Von Seiten der Station geht das in Ordnung - ich warte noch auf die Antwort des Bundesministeriums..
AAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHH !
Dabei will man doch nur helfen ....
Leben ist etwas Seltenes, die meisten Menschen existieren nur. (Oscar Wilde)
... wie schon per PN geschrieben, wir würden so gerne helfen, würden auch "anreisen" und "Handlanger" spielen, nur eine Voliere haben wir auch noch nicht gebaut (leider, wir hätte auch so gerne eine, allein kein Platz/Areal .....) ... sch... es ist so "zermürbend" ... wenn wir irgendwie helfen können, also Catering kann ich ...
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
Ich habe dem Ministerium bereits geschrieben und hoffe auf positive Antwort. Es liegt nicht an der Sachkunde oder Kompetenz oder irgendwas - lediglich an der Voliere. Da kannst du mir leider auch nicht helfen. Manchmal wünsche ich mir einfach nur einen ARsch voll Geld.....dann wäre das alles null Problem
Leben ist etwas Seltenes, die meisten Menschen existieren nur. (Oscar Wilde)
Mal ganz blauäugig gefragt, und deine Herausforderung mit dem "störenden" Baum außer Acht gelassen: Von der Mindestgröße abgesehen, muss die Voliere noch andere Anforderungen erfüllen?
Wir planen bspw. ein Katzenfreigehege in ähnlicher Größe, vllt. nicht ganz so hoch. In meinem "jugendlichen" Leichtsinn stelle ich mir das bisher nicht soooooooooooooooo extrem schwer vor (ich kann ja berichten, wenn wir irgendwann fertig sind) (mein Mann würde vermutlich die Hände überm Kopf zusammenschlagen, Swiffy, bitte nicht petzen! ). Einschlaghülsen, Pfosten (ggf. zum selber streichen [bei nagefreudigen Bewohnern würde ich wohl die Innenkanten noch sichern]), bei den Katzen Armierungsmatten, bei Eichhörnchen ein punktverschweißter Draht, jeweils angetackert oder angenagelt, Dach (der blödeste Punkt), eine Tür.
Scheinbar hapert es bei dir v.a. an Manpower. Ob's was bringt, mal bei Myhammer oder so eine Anfrage zu stellen? 2 handwerklich begabte Männer sollten ja nicht so wahnsinnig lange dafür brauchen.
Material: http://www.volierenbau-ferwagner-shop.de...eranfertigungen Als Beispiel. Steckverbindungen, Profilschienen, alles abgestimmt. Einfach mal Volierenbau+Material googeln. Vierstellig dürfte der Betrag bei der verlangten Größe werden, fünfstellig auf keinen Fall. Ich schätze mal nicht mehr als drei- bis fünftausend für eine Vollmetallvoliere, aber warum nicht auch nur 2-3 Tausend. Wenn Du auf x-beliebiges Material auf dem Baumarkt zurückgreifst, auf Holzpflöcke und Holzmasten und Kaninchendraht, und alles improvisierst, dann natürlich weniger, aber ich würde davonn abraten, es sei den Du bist ein richtiges Heimwerkertalent. Und auch sonst wäre mir nicht wohl dabei. Eichhörnchen sind nicht ohne. Marder auch nicht. Besser Vollmetall, keine Holzelemente.
4x2 m, 2m hoch, also schon in der Nähe dessen, was Du suchst, 1370 Euro bei selbermachen. Zehn- bis zwanzigtausend Euro? Das sind Fantasiepreise. Diese Angebot war eine Individualanfertigung, und da steht auhc nichts über eine Bodensicherung (muß ja durchgrabsicher sein wegen Ratten, Mardern etc.), und 1qm davon sind eine Schleuse und nochmal 1qm ein Schutzraum, ohne das bist Du bei 3x2 m. Ich würde bei diesem oder einem ähnlichen Unternehmen mal anfragen.
Unterschätz nur nicht das Anlegen der Bodenarbeit. Kann sein daß das das Aufwendigste wird. Zur Not einen halben Meter oder so ausheben, Gitter als Bodenplatte anlegen, Voliere aufbauen, Boden zuschütten. In dem Fall keinen dünnen Draht im Erdboden nehmen, besonders nicht wenn es Stahl ist. Anders als der Volksmund sagt, ist Stahl nicht rostfrei, sondern rostträge. Er rostet sehr wohl - nur eben sehr viel langsamer. Gleriches gilt übrigsn auch für Zinkbleck, Aluminium etc. Korrodieren tut alles. Nur mit unterschiedlichem speed. Wenn es ständig in feuchter Erde steckt, ist das ein Stressfaktor für das Material.
Wenns an der Körpergröße hapert: sagtest Du nicht, Dein Mann sei Krankenpfleger? Dann hat er gelernt, kräftig anzupacken, sonst hätte er sich bereits das Kreuz gebrochen. Ansonsten, keine Freunde, Bekannte vor Ort, die mithelfen können? Darüber hinaus gibt es Hochtritte und Leitern. Oder schon mal einen nicht-basketball-spielenden Mann gesehen, der seine Tatzen 2,50 in die Luft richten kann?
Verstehe ehrlichgesagt das Höhenproblem nicht. Was Du brauchst, ist eine wirklich sichere und sehr standsichereKlapp-Leiter.
Der japanische Zen-Philosoph Wishi-Washi sagte einmal: Eine Bambusflöte ohne Loch ist keine Flöte, aber ein Loch ohne Flöte ist etwas ganz anderes.
Jaja, natürlich kann ich das auch aus Holz bauen ... und auch selber. Mein Mann ??? Sorry Hier bin ich der Mann. Wenn ich was baue (wie auch meine Auswilderungsvoliere, dann schicke ich ihn zu kochen rein - das kann er ...) Ernsthaft: Er kann noch nicht mal nen Nagel in die Wand hauen. Ich bin handwerklich top fit, aber alleine ist eben bescheiden. Einer muss halten, einer schrauben etc .... Das führt bei uns immer bis kurz vor den Scheidungsrichter, weil ich immer irgendwann anfange rumzumeckern, wie man sich nur so blöd anstellen kann. Deswegen wollte ich mir so ein Ding einfach hinstellen lassen - ohne Arbeit. Die Bodenarbeit ist mir bewusst ... aber das bekomme ich hin. Mit ausreichend Kyttasalbe und Ibuprofen machen die Bandscheiben mit
Ich muss mal schauen - im Moment bin ich nich recht ratlos. Und NEIN: Ich habe hier keine alten Schulfreunde die helfen könnten. Ich wohne hier ja erst seit 5 Jahren.
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Ach Bounty ... nein, sonst keine Auflagen - alles gut. Aber bei Katzen ist es doch eh anders - da musst du doch gar nicht fragen, oder ?Es ist tatsächlich nur die Manpower. Vor 10 Jahren konnte ich sowas noch alleine stampfen - aber ich geh jetzt auch auf die Fuffzich .... 2,50m ist halt sch... hoch !
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So, nachdem ich gerade vorhin die Nachricht empfangen habe, dass meine Exschwägerin (die zwei Jahre jünger als ich ist und drei Kinder im Alter von 7 - 20 Jahren hinterlässt ) vor drei Tagen plötzlich gestorben ist: Was soll`s .... man lebt nur einmal. Ich werde schon eine Lösung finden. Notfalls kostet es halt was ....
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Zitat von Wurmel im Beitrag #7Ach Bounty ... nein, sonst keine Auflagen - alles gut. Aber bei Katzen ist es doch eh anders - da musst du doch gar nicht fragen, oder ?Es ist tatsächlich nur die Manpower. Vor 10 Jahren konnte ich sowas noch alleine stampfen - aber ich geh jetzt auch auf die Fuffzich .... 2,50m ist halt sch... hoch !
Naja es sollte mehr ein Vergleich sein, aber dass die Hörnchen auch nach unten gesichert werden müssten, habe ich tatsächlich übersehen. Unser Kater (und die, die dann später kommen) würde ja nicht 24 Stunden Zugang dazu haben. Die von Marc verlinkten Volieren sind schon Klasse. Da könnte ich neidisch werden. Gerade auch die mit Schleuse und Schutzraum. Wobei es natürlich cool wäre, den Baum irgendwie mit zu integrieren. Das wäre halt auch was Natürliches im Gehege.
Zitat von Bounty im Beitrag #10 Wobei es natürlich cool wäre, den Baum irgendwie mit zu integrieren. Das wäre halt auch was Natürliches im Gehege.
Mein Gedanke! Stumpf stehen lassen, der oben mit der Decke abschließt, eventuell, wenn er dick ist, Durchlöcher als Spielhlfe, oder große "Spechthöhlen" einfräsen.
Beachte, daß Du eventuell von 1. März bis irgendwann im September keine Bäume anrühren darfst, auch nicht auf Privatgrundstück. Ist genauso wie Heckenschneiden. Die Zeit läuft also gegen Dich, wenn es diese Saison schon was werden soll.
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Der Stumpf bleibt sowieso. Das ist fest eingeplant.. Der Stamm hat gute 40cm Durchmesser. Ich schau morgen nochmal genau. Ich brauche ein Dach drüber und eigentlich ein oder zwei Seitenwände als Regenschutz... Ach irgendwas wird mir schon einfallen 😉
Am Montag habe ich nochmal ein Telefonat mit dem Ministerium. Die sind eigentlich sehr entgegenkommend. Am liebsten wäre mir die Variante: abgeben zur Auswilderungsstation.. Fällt mir zwar emotional schwer, aber hmmmm ...
Leben ist etwas Seltenes, die meisten Menschen existieren nur. (Oscar Wilde)
Lucky ist keine Handaufzucht. Ist es wirklich so entscheidend, daß sie als Freilandtier tatsächlich erst wieder in eine Auswilderungsvoliere kommt für eine Woche oder zwei? Kannst Du nicht einfach, wenn es so weit ist, die Tür offen lassen?
Vielleicht hast Du dann ja auch eine neue Besucherign an deiner Futterstation.
Bei Handaufzuchten wäre das natürlich anders, klar. Hast Du Bibi und Eddie denn auch über Auswilderungstationen ausgewildert? Wie kommen die denn dann immer noch zu Dir?
Der japanische Zen-Philosoph Wishi-Washi sagte einmal: Eine Bambusflöte ohne Loch ist keine Flöte, aber ein Loch ohne Flöte ist etwas ganz anderes.
Nein, ich habe ja eine Voliere. Für eine offizielle und dauerhafte Zusammenarbeit mit dem Ministerium ist die aber zu klein. Ich mach das seit Jahren so und es hat (speziell in Hessen) auch keine Sau interessiert. Im Saarland ist dies aber nun mal anders. Und ich MUSS die Vorgaben einhalten. Wenn du einmalig ein Wildtier aufnimmst brauchst du das alles nicht. Machst du das regelmäßig, brauchst du ein genehmigtes Gehege mit eben vorgegebenen Maßen. Ob du da Tiere drin hast oder nicht. Ich bräuchte dies auch, wenn ich alle sofort laufen lassen würde..Eben ... weil es halt so ist. Ob das Sinn macht ist wurscht. Ich sehe eigentlich auch keinen Bedarf für die Volierengröße. Im Normalfall sitzen die Tiere ne Woche im Kapuff und dann lasse ich sie flitzen. Aber ich komme nicht drumherum 😬
Leben ist etwas Seltenes, die meisten Menschen existieren nur. (Oscar Wilde)
Ah jetzt verstehe ich. Du brauchst die Voliere aus ausschließlich Formalitätsgründen. Da mcht das Geldausgeben natürlich gleich nochmal so viel Spaß.
Tja. Das ist nicht Sparta (tm), sondern Deutschland. Einfach schon mal einen tiefen Schacht ausheben, für den Fall, daß so ein Ministerialer vorbeikommt. Toga anziehen, Beinchen stellen, und abwärts geht die Post...
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