Der Januar steht im Zeichen der Paarungszeit. Freilebende Eichhörnchen werden mit rund 11 Monaten geschlechtsreif. Weibchen, die jünger als neun Monate sind, pflanzen sich im Geburtsjahr nicht mehr fort. Neun bis fünfzehn Monate alte Weibchen haben, wenn überhaupt, nur ein Wurf. Erwachsene, dominante Weibchen, die älter als zwei Jahre sind, schaffen bei frühzeitigem Beginn und guten Nahrungsbedingungen einen zweiten Wurf.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Fortpflanzung sind
- eine gute körperliche Kondition (es ist ein bestimmtes Mindesgewicht erforderlich, man vermutet um die 280g), - der Besitz eines Territoriums mit Kobel, - Nahrungsgründe mit ausreichendem Nahrungsangebot (abhängig z.B. auch von guten Zapfenjahren), aber - es bestehen auch Abhänigkeiten zu der Dichte der Weibchen, ebenso wie - die Zahl der Reviergründer in dem Gebiet.
Mangelt es den trächtigen Eichhörnchen z.B. an hochwertiger Nahrung, setzt ein biologischer Regulationsmechanismus ein und die Embryonen werden in der Gebärmutter schon aufgelöst und resorbiert. Dies verhindert eine erfolglose weitere Investition in den Nachwuchs, der keine Überlebenschance hätte.
Sich in der Freiheit paarende Eichhörnchen sind schwer zu beobachten, zum einen wegen des dreidimensionalen Raumes, zum anderen, weil das Paarungsverhalten tagelange Verfolgungsjagden beinhaltet. Die Eichkatzen teilen ihre Paarungsbereitschaft durch Duftmarken mit. Ein Eichkater kann ein Weibchen über mehrere 100m entfernt "riechen" und gibt seine Teilnahme an der Verfolgung auch lautstark kund. An der Verfolgung nehmen oft mehrere Eichkater teil, nichtsdestotrotz dominieren die Weibchen das Geschehen. Das Weibchen ist zu Beginn sehr aggressiv gegenüber den Verfolgern. Der Abstand zwischen dem Weibchen und den Männchen bleiben erst mal konstant. Tatsächlich geht es darum, dass alle in die gleiche, richtige Stimmung kommen. Die Männchen "balzen" nicht, wie z.B. Vögel, sondern machen vorsichtige Annäherungsversuche nach dem "Versuch-und-Irrtum-Prinzip", in der Hoffung, dass das Weibchen sie akzeptiert. Der Eichkater muss aber nicht nur die Eichkatze, sondern auch seine Konkurrenten im Blick haben, ggfs. subdominante Männchen vertreiben und sich neu etablieren. Diese Jagden erfordern viel Energieeinsatz. Pausen entstehen quasi nur, wenn sich das Weibchen zurückzieht oder sich gänzlich von dem Männchen abwendet. Hörbare Äußerungen sind zum Beispiel leise "Muck-Muck"-Rufe, bei der Annäherung an die Eichkatze hört sich das wie ein zusammenhängendes "Gemurmel" an. Die beiden nähern sich quasi stufenweise, d.h. die Eichkatze verliert die Scheu vor dem Männchen, sie beschnuppern sich und schlafen gemeinsam in einem Nest. Nach der Paarung wird das Weibchen wieder aggressiv und vertreibt den Eichkater. Sie zieht den Wurf ohne den Eichkater auf.
Zur Tragezeit und Wurf dann im nächsten Monat ...
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
Stimmt genau ...und deshalb war Eddie heute auch mal wieder hier zu sehen. Fast ausschließlich bei Lucky am Gitter. Der kleine Racker hat wohl schon Frühlingsgefühle. Eigentlich ist er ja noch ein wenig zu jung ... ich bin gespannt !
Leben ist etwas Seltenes, die meisten Menschen existieren nur. (Oscar Wilde)
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