Hallo @Ken43, die Erklärung ist plausibel, das wird bei Eichhörnchen auch etwas Ähnliches sein. Vielleicht sind bei den Hörnchen die Zuckungen so zahlreich, weil sie im aktiven Modus so quirrlig sind und ein "total herunterfahren" deshalb nicht möglich oder sinnvoll ist.
Ab Mittag geht es in den beiden Kobeln richtig los. Ich bin mal gespannt, wann die Hörnchen im rechten Kobel die Augen öffnen können. So weit liegen sie ja zeitlich nicht auseinander.
Eichhörnchen sind Fluchttiere, und sie haben eine sehr hohe Stoffwechselrate. Selbst im Schlaf ist ihre Muskulatur teilweise angespannt, damit sie im Notfall jump-startmäßig alarmstarten können und schon rennen noch während sie halb im Dusel sind.
Das Fiepen einer Mücke hat auf mich die gleiche Wirkung, es reisst mich in Sekundenschnelle aus dem tiefen Schlaf und ich komme erst so richtig zu mir, während ich schon im Dunkeln in der Raummitte stehe - muß irgendein steinzeitlicher Überlebensreflex sein weil die Mücken damals 30 cm groß waren, und während ich noch aufwache, ist mein Gehör bereits maximal und vollständig nur auf das Mückenfiepen geeicht... Klingt lustig, ist aber außerordentlich lästig, und es gab auch schon leichte Unfälle und Blessuren deswegen. Bei wachem Bewußtsein kann ich das kontrollieren, aber im Schlaf fällt diese Instanz eben aus, und dann schlagen die Auslöser für diesen inneren Alarm umso direkter durch. Ich laß mich lieber von einer Wespe stechen, als von einer Mücke. Wenn eine Wespe auf mir rumkrabbelt, oder Biene, bleibe ich ganz entspannt. Aber einmal ein Fiepen, und ich bin innerlich sofort auf 120.
Weil es Fluchttiere sind, ist wahrscheinlich auch ihr Nervensystem "schärfer" gestellt und hochsensibel gegenüber auch nur geringen Stimuli, ihre Reflexe schlafen nie ganz, und wenn dann "mit offenen Augen." Resultat: ein Eichhörnchen, das auch im Schlaf noch hibbelig und zappelig bleibt, bereit, jeden Moment auf Lichgtgeschwindigkeit zu springen. Dazu kommt vielleicht noch Traumaktivität, die in der REM Phase zu Zuckungen führt, wie man das auch bei Katzen und Hunden beoachten kann, oder am Augenrollen beim schlafenden Menschen.
Ein Eichhörnchen, das in der Hand des Menschen schläft, ist ein großer Vertrauensbeweis. Oder Beweis für totaleErschöpfung.
Ich kann Marc nur beipflichten und eben wie bei Bosch/Lurz beschrieben. Wir merken das ganz extrem bei unseren 4Wöchlern, wenn sie die Augen aufmachen. Vorher schlafen sie total ruhig, gut, wenn es mehrere Sinn, dann wird mal gekäbbelt und der beste Schlafplatz gesucht, aber diese Zuckungen gibt es nicht so extrem. Wenn sie die Augen geöffnet haben, öffnen sich nach ein paar Tagen auch die Ohren. Die Augen sehen noch unscharf, die Ohren hören schwammig, wie wenn wir uns Watte in die Ohren stecken würden. Das wird aber täglich besser. Dann sind sie so geräuschempflindlich, das man kaum wagt eine Kaffeetasse abzustellen, weil sie erschrecken. Und dann nehmen die nächtlichen, schlafenden Zuckungen auch extrem zu. Es sei denn, sie schlafen in der Hand ein, dann sind sie völlig ruhig. Da denke ich auch, volles Vertrauen.
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
Dieser Beitrag verstößt gegen die Netiquette des Forums.
{[userwarning_empty_error]}
Es wird der oben genannte Grund verwendet. Klicken Sie hier, um den Inhalt der privaten Nachricht anzupassen
Legen Sie hier den Inhalt der PN-Benachrichtigung fest.
Hinweis: Dieses Mitglied wurde bereits 4 Mal verwarnt. Bei einer weiteren Verwarnung wird das Mitglied automatisch gesperrt.
Foren Spende
Hallo !
Wir hoffen, dass dir unser Forum gefällt und du dich hier genauso wohlfühlst wie wir.
Wenn du uns bei der Erhaltung des Forums unterstützen möchtest, kannst du mit Hilfe einer kleinen Spende dazu beitragen,
den weiteren Betrieb zu finanzieren.