Mönsch Harry, das arme Kerlchen. Ich habe mich immer so gefreut wenn ich gelesen habe "Harry lebt richtig auf ", jetzt wird es doch etwas werden mit seinen Beinchen . Anscheinend leider nicht und wie solymar81 schon schrieb: Irgend etwas ist nicht in Ordnung. Mir fällt da auch nichts mehr ein, ins Residentengehege kann er so nicht und bei Euch im Wohnzimmer kann er aber auch nicht ewig rum kraxeln. Da möchte ich bestimmt nicht mit Euch tauschen, wenn dieser Weg gegangen werden muß.
Das mit dem 2. Gehege am Haarhof hört sich sehr gut an, wäre doch super wenn das klappt. Dafür gerne ein wenig Zeit investieren, da kann der Blog und das Forum auch warten.
Leider nur sporadisch hier, aber ich gelobe Besserung. Über Harry kann ich im Blog nicht mehr viel schreiben, ich bekomme sonst die wüstesten Anschimpfungen, von Euch natürlich nicht. Ich habe noch mal Kontakt mit der Tierklinik in Ahlen aufgenommen, ihr merkt, lässt mir genauso keine Ruhe. Sie meinen, es könnte noch kommen. Akkerdubgs soätestens, wenn die Beinchen "blutig" werden, müssen wir einschreiten. Ich habe so viele tolle Bilder von Harry, er ist auch so witzig, nur ich komme einfach nicht mehr ran an ihn. Wenn er mal auf 1 Meter zu mir kommt, ist das schon eine große Überwindung für ihn. Klar, wir mussten ihn ja auch immer wieder mit TAs in Verbindung bringen, da verliert er das Vertrauen. Zudem ist er schon mehr ein Wildtier, wie z.B. auch alle anderen Hörnchen im Wohnzimmer, bis auf Garfield, der kommt ab und zu noch mal kurz zum kuscheln, aber das wird in den nächsten Tagen auch nicht mehr vorkommen. So ist es halt und das ist auch gut so, sie müssen Wildtiere werden, auch wenn ich es nicht "so schön" finde, aber es ist sehr, sehr wichtig.
Ich schaue von Woche zu Woche wie es weitergeht. solange hier Hörnchen im Wohnzimmer sind, hat er Spaß, bewegt sich viel und hat Gesellschaft. Da wird an unterschiedlichen Schlafplätzen genächtigt, mit den verschiedensten Partner/innen. Solange das so bleibt, darf er "weiterleben". Wenn dann alle mal "raus" sind, dann vereinsamt er mir hier. Und wenn ich irgendetwas nicht will, ist es, dass er in irgendeiner Form, physisch oder psychisch leidet.
Ansonsten lade ich mal gleich ein paar Bilder hoch ...
Am Sonntag sind wir mit einem Stand am Haarhof. Wir hoffen, dass wir dazwischen mit den Betreibern dort auch noch eine Runde "schnacken" können, wie man das gestalten könnte. Hätte sehr viele Vorteile! Schauen wir mal. Die 4 Minis müssen wir natürlich mitnehmen, d.h. es gibt "Live-Eichhörnchenfütterungen".
Viele Grüße Swiffy
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
Hallo zusammen, na das mit dem "Öfters hier sein", klappt aktuell leider noch gar nicht. Die Notrufe reißen nicht ab, die Probleme in der Station werden nicht weniger und wir immer "müder". Dazu das Problem, dass man nicht alles schreiben kann, was man will, wobei ich mich im Blog jetzt nicht mehr sehr "zurücknehme", ich habe einfach die "Schnauze voll", ich versuche mich nicht "beirren" zu lassen.
Nur ganz brandaktuelle Nachrichten, die noch nicht im Blog stehen:
Wir hatten heute eine Neuaufnahme "Lexi", die gehört in die InkubatorWG, ist aber noch wackelig. Eigentlich wollten wir nichts mehr aufnehmen, denn die Suche nach Auswilderungsplätzen gestaltet sich sehr schwierig. Wann unser eigenes Auswilderungsgehege wieder zur Verfügung steht, wissen wir nicht. Die Chancen für ein 2. Auswilderungsgehege am Haarhof stehen noch "gut", schauen wir mal, da müssen noch ganz viele Gespräche, Planungen, Finanzen etc. laufen.
Livy, die wir ja eigentlich zu Kratos und Illi dazupacken wollten, hat Clostridien, erst kein Durchfall, jetzt exorbitanter Durchfall, weiter in Quarantäne. Ob wir sie retten können, ist recht unwahrscheinlich, denn dem Fliegengewicht Antibiotika zu geben kann den Ausschlag geben, wir versuchen es tropfenweise und mit viel homöopatischen Sachen. Das Schlimme, sie will leben, sie trinkt, mal mehr, mal weniger, aber eigentlich will sie. So einem Tier dann nicht helfen zu können und zusehen zu müssen, wie es immer schwächer wird, ist unbeschreiblich schlimm, kaum zu ertragen. Ich versuche es -wie immer - bis zum letzten Atemzug.
Auch bei Harry keine Besserung in Sicht, im Gegenteil, die ersten blutigen Stellen an den Beinen. Wir hätten ihn sonst bis zum Ende der Saison im Wohnzimmer gelassen, ob er das schafft, wissen wir nicht, denn blutige Stellen entzünden sich auch leicht.
Es tut mir leid um die wenigen postiven Nachrichten. Allein die InkubatorWG, von 20g jetzt alle auf über 50g und es sieht gut aus, genauso bei Kratos und Illi, ein kleiner Erfolg, der mich/uns immer weiter machen lässt. Man sieht das "Negative", aber kann auch das Positive bei jeder Fütterung erfahren. Das hilft ...
Viele Grüße Swiffy
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
ich finde es ganz toll, daß es Dir jetzt offensichtlich in Bezug auf die Anfeindungen gelungen ist, zu der, wie ich meine, einzig richtigen Einstellung zu kommen, nämlich das Ganze an Dir abprallen zu lassen und bei Deiner Päppelarbeit das zu tun und im Blog das zu schreiben, was DU für richtig hältst, egal wie die Kritiker darüber denken. Du weißt, Du hast die volle Unterstützung aller aktiven Forumsmitglieder.
Ich drücke ganz fest die Daumen, daß Ilvy ihren Durchfall besiegt und die Infektion übersteht. Armes kleines Ding, und welche Hilflosigkeit Ihr bei solch einem Fall empfindet kann ich voll nachvollziehen. Ich hoffe, sie kann kämpfen. Und der süßen kleinen Emilia wünsche ich auch alles Gute.
Die Nachrichten zu Harry sind auch ganz traurig. Ich mache ja öfter aus meiner laienhaften Sicht Vorschläge, auch wenn es scheint, daß sie nicht durchführbar sind - aber meine Idee wäre, ob man die blutigen Stellen verbinden kann, damit er sie nicht noch mehr aufscheuert. Das müßte natürlich bei der Tierärztin geschehen, da er sich ja von Dir nicht mehr anfassen läßt. Aber vielleicht würde das doch helfen, und die felllosen Stellen könnten dann heilen, insbesondere wenn man auch eine Wundsalbe auftragen könnte. War dafür z.B. nicht der Manuka Honig gut?
Ich habe die Übersicht verloren, wieviele Hörnchen habt Ihr inzwischen? Eine ganze Menge, das weiß ich, und ich kann mir sehr gut vorstellen, wieviel Arbeit das macht. Es ist bewunderswert, wie Du das alles neben Deiner Berufstätigkeit schaffst. Du verdienst ganz ganz viel Anerkennung und ein großes Dankeschön für Deinen unermüdlichen Einsatz!
aktuell sind es tatsächlich 14, ok, letztes Jahr waren es mehr, aber man kann die Hörnchen nicht über einen Kamm scheren. Es ist ein sehr viel größerer Arbeitsaufwand, ob es sich um sog. "Flaschenkinder" handelt, die alle paar Stunden zwingend gefüttert werden müssen (da muss man seinen kompletten Tagesablauf danach richten) oder ob es sich um die "Selbstversorger" im Wohnzimmer handelt oder gar um Eichhörnchen in der Quarantäne, die viel kürzere Abstände benötigen und auch viel öfters gereinigt und gebadet werden müssen. Im Wohnzimmer sind 6; Hammy und Flippy ziehen am 29.07. als erstes aus, die Jungs (Tommy, Garfield und Lui müssen noch gefühlt 2 Wochen bleiben, die sind noch nicht so weit) und mit Harry sind wir in Kontakt mit der TA. Jeder TA-Besuch ist für Harry der volle Horror. Deshalb, wir müssen da das "Tierwohl" sehr gut im Auge behalten. Macht es Sinn, bei ihm noch was "auszuprobieren" oder müssen wir ihn eher gehen lassen? Entzünden sich die offenen Stellen oder schränkt er, weil es ihm vielleicht weh tut, die Bewegung ein? Für Letzeres zeigt er überhaupt keine Anzeichen. Er soll nicht leiden, weder physisch noch psychisch. Das ist aber eine Gratwanderung. Ers teht unter täglicher Beobachtung, mehr kann ich nicht für ihn tun, es tut mir selbst so leid und ihr könnt euch den Gedankenkreisel bei mir im Kopf bestimmt vorstellen, ich lasse ihn "nicht so einfach" gehen. Alleine wenn ich das schon schreibe, habe ich Tränen in den Augen.
Ich werde jetzt auch keine Weiteren aufnehmen. Alleine Emilia habe ich aufgenommen, weil ich hoffte, nach der Erstaufnahme, sie vermitteln zu können. Fehlgeschlagen. Andererseits hat sie sich als sehr liebes Eichhörnchen entpuppt. Sie passt in den Laufstall von Kratos und Lilli, wo ja - nach Genesung - aus Ilmy noch dazukommen soll. Das wäre dann auch ein schönes Quartett. Und mehr, geht einfach nicht. Es ist Ende mit Aufnahmen. Wie ich das den Findern klar machen kann, ist für mich ein schrecklich innerer Kampf. Da hat ein Finder ein Eichhörnchen gefunden und wird es nicht "los". Das ist schlimm, sehr traurig und als Päppelstelle dann sagen zu müssen, dass es einfach nicht mehr geht, kostet eine immense Kraft. Wir brauchen, wenn wir den Eichhrönchen helfen wollen, mehr Pflegestellen oder zumindest auch mehr Auswilderungsgehege. Wir haben jedes Jahr einen rießigen Stau bei den Auswilderungsgehegen. Die Eichies wachsen so schnell und sie müssen aber für eine gewisse Zeit in den Gehegen bleiben, dass sie Wind, Regen, Sturm, Gewitter und auch die Geräusche kennenlernen und damit klar kommen, dass der berühmte "Schalter Wildtier" fallen muss, das dauert bei dem einen kürzer, bei dem anderen länger, nur dann können wir sie mit gutem Gewissen frei lassen. Allein schon die Auswilderungegehege fehlen!
Tut mir leid, da ist jetzt mal wieder der Gaul mit mir durchgegangen!
LG Swiffy
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
Swiffy, niemand nimmt es Dir übel, wenn Du mal keine Zeit für das Forum hast, die Hörnchen gehen numal vor. Bei 14 Eichhörnchen und dann auch noch so ganz kleinen gibt es eben keine Freizeit mehr. Ist mir manchmal auch ein Rätsel, wie Ihr das alles stemmen könnt neben der Arbeit und den Infoveranstaltungen. Alle Achtung kann ich da nur sagen. Ich hoffe sehr, das es für die Pflegefälle, besonders für Harry noch irgendeinen Lichtstreifen am Horizont gibt , hoffen kann man ja. Das mit dem Auswilderungsgehege ist jetzt natürlich blöd, da kannst Du ja auch keine Eichhörnchen mehr annehmen, wenn Du sie dann nicht irgendwo untergebracht bekommst. Hoffentlich klappt das mit dem 2. Gehege auf dem Haarhof, das wäre sicher ideal. Grinsen musste ich über Kratos, der meckert, wenn er nicht mehr Milch bekommt und pinkelt wie ein Bär . Bloß gut, das es auch solche Hörnchen gibt , das macht sicher vieles leichter.
Tja, aktueller Stand ist der Folgende: auf dem Haarhof wird es für uns weder ein Residentengehege noch ein weiteres Auswilderungsgehege geben. Die Pächter möchten es sehr gerne, allein der Wildwald hat was dagegen und damit ist das Ganze gestorben.
Der Umbau unseres Geheges wird leider immer wieder auf die lange Bank geschoben, also mit Sicherheit geht kein aktuelles Hörnchen von unserer Station in den Wildwald, ich muss für alle Plätze suchen. Morgen gehen Flippy und Hammy nach Enningerloh zu Jasmin. Tommy, Lui und Garfield haben schon einen reservierten Platz in Lippetal. Für den Rest muss ich suchen und das ist nicht einfach. Deshalb, keine Aufnahmen mehr.
Ilvy hat ihren Durchfall überwunden, hat aber nach wie vor Clostridien, ich kann sie nicht zu den anderen dazusetzen. Ich hoffe auf Montag, wenn meine TA wieder aus dem Urlaub zurück ist. Ich brauche für sie ja eine "gangbare" Lösung.
Und Harry, @solymar81 hat ihn ja erlebt. Er fühlt sich im Wohnzimmer mit den anderen Hörnchen wohl, aber, es wird nicht besser. Meine TA weiß Bescheid und spätestens, wenn ich merke, dass er sich quält oder die Schürfwunden an den Beinchen zu schlimm werden oder sich entzünden, müssen wir ihn gehen lassen. Und glaubt mir, das wird ein rabenschwarzer Tag dann für mich. Solymar hat auch 2 ganz tolle Bilder von Harry "geschossen", deshalb, mein nächster Kalender 2024 sind nur Harrybilder ...
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
Schade, das es mit dem 2. Gehege jetzt doch nicht klappt. Das wäre so toll gewesen. Da verstehe ich auch nicht wirklich, warum der Wildwald etwas dagegen hat. Ist aber letztendlich ja auch egal, damit wird man sich dann abfinden müssen. Hoffentlich wird dann wenigstens das alte Gehege bald umgebaut, sonst seid Ihr ja völlig ausgebremst.
Eigentlich will ich mir für das Nächste Jahr einen eigenen Kalender basteln, genug Fotos habe ich ja. Aber einen Harry Kalender kannst Du mir bitte reservieren Swiffy, ich hoffe immer noch ohne Regenbogen .
Klar, kein Problem, die Harry-Finder möchten natürlich auch einen (bzw. mehrere, das sind dann schon Weihnachtsgeschenke) und sie hoffen auch noch ....
Tja und heute - nein gestern - mal wieder ein ganz schlimmer Tag. Ich komme aktuell noch gar nicht zur Ruhe, muss aber eh in ein paar Minuten wieder füttern. Ob ich mir jemals den Fehler verzeihen kann?
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
Ich habe den kleinen Harry live erlebt und ich finde es toll, dass @Swiffy ihm die Chance gegeben hat. Man sollte nie aufgeben. Harry hat sich mit seiner Situation sehr gut arrangiert und ist fleißig in Aktion. Er agiert auch mit den anderen Hörnchen und fühlt sich sichtlich wohl. Man muss es einfach so sehen "jeder Tag zählt" Am besten kann immer nur derjenige die Situation bewerten der die Hörnchen betreut. Ich selber betreue zwar keine Hörnchen, aber Hamster und man entwickelt einfach ein Gefühl dafür ob das Tier sich gut fühlt oder nicht. Eine 100%ige Gewissheit gibts nie, weil man die Tiere nicht fragen kann. Aber man man immer alles mit bestem Wissen und Gewissen.
Das Harry seine Beine noch mal benutzen wird... ich glaube leider nicht mehr dran. Auch wenn die Röntgenbilder ok sind... irgendwas stimmt nicht. Schade nur, dass es kein behindertengerechtes Residentengehege gibt.
Und zur aktuellen Situation: Fühl Dich einfach nur gedrückt @Swiffy! Es ist richtig sch... und ich würde mir auch Vorwürfe machen, aber es ist menschlich. Ich hoffe immer noch, dass Tommy vielleicht zu Dir auf den Balkon hüpft um nach Futter oder Wasser zu suchen.
Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
Das tut mir so leid mit Tommy, aber @Swiffy, Du solltest Dir keine Vorwürfe machen. Du hast soviel um die Ohren, wolltest Flippy und Hammy wahrscheinlich möglichst schnell ins Auswilderungsgehege bringen, damit sie nicht so lange in der Transportbox eingesperrt sind und hast dann einfach vergessen, das Fenster zuzumachen, was Du sonst sicherlich immer gewissenhaft tust, wenn Du aus dem Haus gehst. Und ausgerechnet dann passiert es, daß Tommy aus dem Wohnzimmer ausbüxt, was er bis dahin wohl nicht getan hat. Da sind einige widrige Umstände zusammengekommen. Du kannst das Geschehene leider nicht rückgängig machen, aber bestimmt wird Dir das nicht wieder passieren. Wir machen alle Fehler, niemand ist unfehlbar. Vielleicht findest Du Tommy ja doch noch in der Umgebung. Wie alt ist er jetzt? Alleine draußen zurechtzukommen ist natürlich hart für ihn. Könnt Ihr vielleicht eins Eurer Schlafhäuschen für ihn als Kobel in der Nähe Eurer Wohnung aufhängen und Futter und Wasser hinstellen? Oder vielleicht kommt Tommy auf Euren Balkon, wenn ihn der Hunger zu sehr treibt, wie schon solymar81 gesagt hat. Da stehen sicher immer noch Nüsse bereit.
Ich finde es äußerst schade, wenn es kein zweites Auswilderungsgehege für Euch und vielleicht auch noch ein Residentengehege auf dem Haarhof im Wildwald geben wird, zumal die Pächter die Idee so unterstützen. Was hat der Wildwald dagegen? Das verstehe ich überhaupt nicht. Beide Gehege wären doch eine zusätzliche Publikumsattraktion für den Wildwald und würden somit Mehreinnahmen bedeuten. Könnt Ihr nicht noch einmal mit den Verantwortlichen reden und sie vielleicht umstimmen?
Und zu dem armen Harry fällt mir noch dieses ein: Ich erinnere mich, daß das Forumsmitglied Fiiennchen ein Eichhörnchen im Wald gefunden hatte, das die Hinterbeine hinter sich her zog ("Bubble benutzt Hinterbeine nicht"). Das war so gegen Anfang September 2020. Es gab zwei oder drei Wochen lang einen sehr regen Austausch zwischen Fiiennchen und anderen Forumsmitgliedern (Swiffy, Du hast auch beigetragen), die versucht haben, Fiiennchen gute Ratschläge zu geben, wie sie dem Hörnchen Bubble helfen könnte. Am 14.09.20 hat Fiiennchen ihren letzten Beitrag geschrieben und mitgeteilt, daß sie das Hörnchen zur Eichhörnchenhilfe Berlin-Brandenburg bringen werde, die eine Außenstelle für eingeschränkte Hörnchen unterhält. Also gibt es solche Stationen, auch anderswo in Deutschland, die sich auf behinderte Eichhörnchen spezialisiert haben und wo die Hörnchen mit anderen Artgenossen zusammen leben können? Du wirst das besser wissen, Swiffy, oder herausfinden können. Wäre das nicht eine Möglichkeit für Harry, wo er sein Leben weiter genießen könnte anstatt ihn gehen zu lassen?
Ja, in Eckernförde gibt es auch so eine Station, wie in Berlin-Brandenburg. Das Problem ist einfach, dass die Gehege mit Pinienrinde/Hackschnitzel ausgelegt sind und er sich, wenn er die Hinterbeine gar nicht benutzt, immer weiter das Fell und die Haut aufschürft. Im Außengehege wird sich das ganz schnell entzünden, das ist noch was anderes als hier im Wohnzimmer. Er müsste quasi dauerhaft in einem Hörnchenzimmer untergebracht werden. Aber 12 Monate das Wohnzimmer für Harry aufgeben? Puh, das ist die eine Sache, aber viel schlimmer ist, dass er im Winter hier alleine wäre und dann vereinsamt er. Das habe ich ja erlebt, als wir im Urlaub waren und er keine Spielpartner hatte, er war kaum unterwegs, eher am schlafen/lethargisch. Das ist für ihn dann auch langweilig. Er braucht die Gesellschaft von anderen Hörnchen. Ich habe leider auch kein Zimmer, das ich dauerhaft für Eichhörnchen zur Verfügung stellen kann. Ich suche schon seit Jahren nach einem kleinen Häuschen, das mir ein zusätzliches Zimmer für Hörnchen ermöglicht, bisher komplett fehlgeschlagen. Glaubt mir, ich will ihn auch nicht gehen lassen. Der Auszug von Flippy hat ihm ein bisschen zugesetzt, denn mit ihr ist er immer um die Kratztonne getobt. Mittlerweile kommt er mit Garfield und Lui auch gut zurecht, aber es ist nicht so, wie mit Flippy. Andererseits kann ich aber auch nicht beurteilen, wie viel ich da selbst "reininterpretiere", ich kann nun mal nicht mit ihm "reden", das wäre so hilfreich.
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
Ganz kurzes Update, weil der nächste Blog wahrscheinlich erst am Wochenende erscheint:
Ich habe heute von Ilvy eine Kotprobe bei "meiner, sehr erfahrenen TA" abgegeben. Die kleine Dame hat keine Clostridien sondern Giardien. Der Schnelltest hat also quasi was falsches angezeigt, was aber daher kommt, dass er nur auf die Suche nach Antikörper geht und die sind bei Clostridien wie auch bei Giardien gleich! Also, weiter in Quarantäne und jetzt gibt es Antibiotika dagegen. Sie wird wohl alleine aufwachsen müssen und ich muss eine Auswilderungsmöglichkeit für sie alleine finden. Das wird extrem schwierig.
Morgen bekommen wir das "letzte" Hörnchen für die Saison. Wir wollten eigentlich keine mehr aufnehmen, aber es kommt von einer anderen Pflegestelle, die selbst gesundheitliche Probleme hat und da konnte und wollte ich nicht nein sagen. Die Kleine heißt "Nuts", hat eine Verletzung am Auge und alles Weitere muss ich mir morgen ansehen. Aber sie ist seit Mittwoch in dieser erfahrenen Päppelstelle (von ihr kam auch Lui), wird gut versorgt und bekommt jetzt schon die gleiche Milch, wie später hier. Und mit Nuts muss dann einfach das Ende der Saison sein. Wenn alle raus sind gehe -insbesondere ich - in die Eichhörnchenwinterruhe - naja, nicht ganz, wie im Blog geschrieben, dann gibt es wieder viele Infoveranstaltungen, unsere Jahreshauptversammlung (Termin steht leider immer noch nicht fest, aber spätestens am Wochenende, da gibt es noch Familienplanungen, die berücksichtigt werden müssen und die wir in der Eichhörnchensaison immer "wegschieben").
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
hast Du Tommy nochmal in der Umgebung gesehen und habt Ihr für ihn einen Schlafkobel aufhängen können? Ich hoffe sehr, daß er zurecht kommt. Gibt es noch Hoffnung, daß Ihr den Wildwald in Bezug auf ein zweites Auswilderungsgehege auf dem Haarhof umstimmen könnt? Warum dauert es so lange, bis mit dem Umbau Eures bestehenden Auswilderungsgeheges begonnen werden kann? Wenn das kurzfristig in Angriff genommen werden könnte, wäre es ja für Euch noch möglich, zumindest die ganz kleinen Hörnchen und Ilvy dorthin zu übersiedeln, wenn sie dafür alt genug sind. Kann der Umbau nicht bis zum Ende der Päppelsaison warten?
Hallo Squirrel, nein, nein und nein. Es gibt aktuell keine Chance, wir werden über Winter versuchen ein 2. Standbein zu bekommen. Sorry, uns sind die Hände gebunden!
Swiffy
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
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