Alle Daumen sind gedrückt für die beiden Minihörnchen .
Zum Thema Krähen, ich habe heute mit Schrecken festgestellt, das sich Krähen gar nicht so weit weg von mir auf einem Baum ein Nest bauen. Das gefällt mir überhaupt nicht, aber verscheuchen kann ich die ja auch nicht . Wenn ich so lese, was die so anrichten können, hoffentlich geht das gut aus für meine Hörnchen.
Wie traurig, daß der neue kleine Eichkater so arg von Krähen verletzt wurde, daß er eingeschläfert werden mußte. Warum sind die Krähen hinter Eichhörnchenbabies her? Ich wußte gar nicht, daß sie Raubvögel sind. Schlagen und fressen sie z. B. auch Mäuse oder Bilche, weiß das jemand?
In unserer Nachbargemeinde, in der auch meine TA wohnt, haben die Krähen einen ganzen Straßenzug schon eingenommen. Ich habe mal ein bisschen darüber gelesen, in Bayern werden die sogar abgeschossen. Finde ich auch nicht gut. Ich mag Krähen auch nicht, Elstern auch nicht, aber abschießen ... da hätte ich doch schon ein schlechtes Gewissen. In der Nachbargemeinde versucht man es jetzt mit "vergrämen", in dem man immer wieder die Nester, die sich gerade im Aufbau befinden, also nicht die, die schon belegt sind, wieder runternimmt. Der Erfolg ist fraglich. Ehrlich, ich weiß nicht wie ich darüber denken soll, sehr schwierige Situation.
Ja, aber jetzt zu dem Neuzugang. Ihren Bruder konnten wir ja leider nicht retten (Krähen ernähren sich gerne von hilflosen kleinen Säugetieren. gerade in der Brut- und Setzzeit), aber Seraluna - so habe ich sie jetzt einfach getauft - trinkt total schlecht, das ist leider ein K(r)ampf. Aber man gibt die Hoffnung nicht auf. Sie liegen beide zusammen in der Transportbox und ich denke Seraluna wird morgen, spätestens übermorgen, die Augen aufmachen ... Serafina trinkt toll, da hapert es noch ein bisschen an der Verdauung, aber die kriegen wir vielleicht mit "Freilauf" im Badezimmer hin, sie muss sich bewegen.
Ich melde mich ausführlicher am Wochenende, auch im Blog. Ich habe morgen (ach nö, ist ja schon Freitag ) die ersten 2 Schulklassen, die in Sachen Eichhörnchen geschult werden, das erste Mal und da ist man schon mal ein bisschen "unentspannt" ... ich werde berichten Tja, und jetzt heißt es wieder alle 3 Stunden nachts aufstehen ... wobei aktuell lohnt sich das hinlegen nicht mehr, 01.30 Uhr geht es weiter ...
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
Also erschießen von Tieren finde ich auch nicht gut. Sie gehören halt hier her. Ich finde, so sollte man nur vorgehen, wenn andere Tierarten durch ihre Verbreitung massiv bedroht wären. Ansonsten zählt es unter "Natur". Krähen und Elstern sind unfassbar intelligent.
Seraluna ist auch sehr niedlich. Und natürlich drücke ich auch ihr die Daumen. Ich hoffe, dass deine Schulung ein voller Erfolg war?!
Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
Habe gerade den Blog geschrieben. Die Schule macht wirklich sehr viel für ihre Kinder, ist auch technisch super gut ausgestattet. Die beiden Klassenlehrerinnen sehr, sehr freundlich und hilfsbereit. Sie fanden es toll, ich hoffe sehr, dass es ehrliche "Kritik" war. Für mich selbst wieder eine neue Erfahrung, die ich gerne wieder machen möchte. Aber ehrlich, das ist auf seine ganz eigene Weise anstrengend und da ziehe ich vor Grundschullehrer/innen echt den Hut. Kinder können anstrengend sein und wenn es nur einer ist, der ein bisschen aus der Reihe tanzt. Aber, die Lehrer haben das gut im Griff, haben sie ja auch gelernt. Ich war einfach nur erstaunt und überrascht, wie unterschiedlich die Kinder in der ersten Klasse sind. Es gibt Aufgeweckte, Vorlaute, völlig Schüchterne (meist mit dem besten Wissen)! Das ist so ein Potporrie, total interessant. Aber, und das ist das, was für mich zählt, sie wollten alle was über Eichhörnchen wissen. Es gibt "doofe" Fragen, wie z.B. "Kann ein Eichhörnchen pupsen?", es gibt aber auch Fragen wie "Wo kommen die Eichhörnchen her?" oder "Ich war in Australien und habe gar keine dort gesehen, warum?" Ups, nein Australien ist der einzige Kontinent, auf dem es keine Eichhörnchen gibt, aber da kommt man plötzlich mal in Erklärungsnot, warum nicht. Der Grund ist klar, nur wie erkläre ich das einem Erstklässler, so dass er eine Chance hat, das zu verstehen??? Oder so Sachen wie, wenn doch alles Säugetiere sind, warum kommen die einen mit Fell auf die Welt, die anderen ohne Fell, nackt, blind und taub!??
Am Montag sind die nächsten beiden Klassen dran und die anderen 4 dann nach den Osterferien. Aber auch das bekomme ich mit der Unterstützung der Lehrer (sie betreuen die drei "Stationen") hin, da bin ich mir sicher. Jetzt weiß ich ja, was auf mich zukommt.
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
gibt es Neues von Carry, der trächtigen Eichkatze in Eurem Gehege? Wie geht es ihr, habt Ihr mal einen Blick von ihr erhaschen können? Ich nehme an, daß Du immer mal nachschaust, wenn Ihr im Wildwald seid. Ich hoffe, sie frißt gut (sie braucht ja jetzt viele Nährstoffe) und ruht sich in einem warmen Kobel aus. Funktioniert es mit dem Medikament (kannst Du sehen, ob sie es nimmt), das Du von der Tierärztin bekommen hast? Als Ihr Carry von der anderen Pflegestation übernommen habt, konntest Du da abschätzen, wie lange es noch hin ist bis zur Geburt? Da Anneli im Wildwald näher dran ist, kann sie vielleicht mehr berichten. Auf einmal eingesperrt zu sein in einer fremden Umgebung muß ja eine enorme Umstellung für die Eichkatze gewesen sein.
Hallo Squirrel, ja, mittlerweile ist sie sehr häufig im Gehege unterwegs. Sie frisst sehr gut, wir haben auch die Wildcam aufgestellt und beobachten sie so, ohne sie zu stören. Der Nachwuchs ist noch nicht da, ihr selbst geht es leider nicht besser, was aber auch nicht verwunderlich ist, denn wir können ihr keine Medikamente geben (nur homöopathische Zusätze, die dem Nachwuchs nicht schaden). Aber sie fühlt sich im Gehege wohl und frisst und trinkt sehr gut, das sehen wir an den Videoaufnahmen.
Aktuell ist das für uns echt eine doofe Situation. Wenn sie tatsächlich "wirft", ist das Gehege für 3 Monate blockiert und ich kann unsere Eichhörnchenpäppelstation zu machen. Seraluna und Serafina bekomme ich über andere Stationen ausgewildert, weil in den nächsten Wochen die ganzen Auswilderungsgehege mit den Überwinterungsgästen "leer" werden. Wenn die Saison aber richtig angelaufen ist, kann ich keine Hörnchen mehr aufnehmen, wenn ich keine Auswilderungsmöglichkeit mehr habe. Das heißt, ich muss jetzt abwarten. Andererseits, wenn sie ihre Kleinen wirklich bekommt und in der Lage ist, sie groß zu ziehen, wäre das schon ein ganz tolles Highlight, das ich gerne mit erleben möchte und was kaum eine andere Station mal "erlebt" hat.
Swiffy
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
das ist schon eine schwierige Situation, in der Ihr Euch befindet. Ihr müßt einen Kompromiß finden, wie Ihr es beiden Teilen recht machen könnt, der Eichkatze mit ihren Jungen, wenn sie die Geburt schafft, und Euren zukünftigen Päppelkindern. Ich denke, es wird Dir nicht gefallen, Findern von jetzt an zu sagen, daß Du keine Hörnchen mehr aufnehmen kannst. Ihr habt in der Vergangenheit schon so viele problematische Situationen gemeistert, so daß Ihr sicherlich auch für dieses Mal eine Lösung finden werdet. Ihr bekommt die meisten Hörnchen ja auch in unterschiedlichen Altersstufen, so daß sie zu verschiedenen Zeiten ins Auswilderungsgehege wechseln. Vielleicht ist es dann möglich, wenn Carry noch mit ihren Babies im Gehege ist, Eure Auswilderungshörnchen dazuzusetzen, auch wenn nicht alle gleich alt sind. Das wäre bestimmt auch ein Experiment, daß Du sicher gern miterleben möchtest. Einfach ist das sicher nicht, aber - "kommt Zeit, kommt Rat".
Hallo Squirrel, ja, da hast du Recht, wir müssen sehen, was die Zeit bringt. Wir waren heute morgen wieder im Wildwald, haben alle Futterstationen aufgefüllt, auch bei Carry, sie war im Gehege unterwegs, leider noch nicht wirklich gut, noch sehr unsicher. Nachdem wir diese Woche gesehen hatten, dass sie Probleme hat in und aus ihrem Kobel auf die Futterstaiton zu kommen, haben wir am Freitag noch mal "nachgebessert". Die Videos von der Wildcam habe ich hier liegen, aber noch nicht ausgewertet, ich hoffe, dass das jetzt besser klappt, ansonsten müssen wir nur viel Geduld haben.
Hier aber ein Video von Serafina und Seraluna, für die, die es bei YouTube noch nicht gefunden haben, kommt dann aber auch in den nächsten Blog:
Ein Hilferuf kam direkt aus Unna. Dort gibt es viele Eichhörnchen und ein Eichhörnchen mit einer "dicken Backe" und schlechtem Allgemeinzustand, kann aber nicht gesichert werden, es türmt sofort, wenn die Balkontür aufgeht. Bekommt jetzt erst mal Nussbrei angeboten, dass es zumindest etwas zu fressen bekommt und ein bisschen was ins Trinkwasser, aber so lange wir es nicht "bekommen", haben wir keine Chance.
Ein Hörnchen habe ich eben aus Bergkamen abgeholt. Eine kleine Eichkatze, dürfte so im Alter von Seraluna sein. Klar, bei uns integrieren wäre -nach einer Quarantänezeit - kein Problem. Eine befreundete Pflegestelle in Dortmund hat aber seit 2 Wochen eine kleine Eichkatze alleine und sucht dringend ein Gesellschaftshörnchen. Ich versorge das Eichhörnchen über die Nacht und bringe sie morgen nach Dortmund. Passt vom Alter zwar auch nicht ganz, aber wir sehen ja an Seraluna und Serafina, dass das klappen kann.
... ich dachte ich hätte heute einen gemütlichen Urlaubstag, nee, da gibt es so Fellnasen, die was dagegen haben.
Heute morgen habe ich den kleinen Notfall von gestern nach Dortmund gebracht, für 12 km brauchte ich 45 Minuten, super, toll, hat dem Hörnchen bestimmt auch nicht gefallen und der Rückweg war zeitlich noch länger, das war mir dann aber egal, ich war ja alleine im Auto. Aber, und Achtung, jetzt wird es sentimental, gestern bei der Ankunft war die Kleine so "krabätzig", kaum zu bändigen. Nachdem ich sie dann die halbe Nacht mit mir rumgeschelppt habe, hat sie zum ersten mal um 2 Uhr 2ml Elektrolyte getrunken, um 5 Uhr 3ml und um 8 Uhr auch noch mal 3ml mit ein bisschen Milch gemischt. Wir hatten uns so richtig aneinander gewöhnt. Das "Abgeben" ist mir dann schwer gefallen. Aber, es ist für die Hörnchen das Richtige, ein einzelnes Hörnchen in einer Päppelstation ist ganz schlecht, es gewöhnt sich zu sehr an Menschen , noch mehr, als sie es ohnehin tun, wenn sie zu Mehreren sind. Trotzdem, so ein bisschen traurig war ich schon .... auch nach noch nicht mal 24 Stunden Bekanntschaft, so schnell kann das gehen.
Zu Hause wollte ich dann mein Wohnzimmer wieder in das Hörnchenzimmer verwandeln. Da hatte ich mich gründlich verschätzt, die Notrufe hörten irgendwie nicht auf. Nach allen Notrufen haben wir jetzt einen Neuzugang, mit dem ich auch schon bei unserer TA war, weil er doch arg von Krähen beackert wurde. Er braucht ganz viel gedrückte Daumen. Er heißt Harry, wird morgen im Blog dann auch offiziell vorgestellt. Einige Einstiche sind "oberflächlich", leider auch welche tiefergehend, vor allem am Fußgelenk. Wir haben dann entschieden, dass wir ihm doch Antibiotika geben. Keime im Gelenk führen meistens dazu, dass das Gelenk nicht richtig wächst, versteift oder sonst Schaden nimmt. Wir haben keine andere Wahl. Harry braucht ganz viel gedrückte Daumen. Dazu trinkt er sehr schlecht, macht auch noch überhapt kein Pipi, d.h. meine Nacht wir eine "Nichtnacht". Ich versuche es alle Stunde, ihm was einzuflößen ... aber ist ok, ich habe ja Urlaub, da ist Harry:
000584.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
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"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
Es ist mittlerweile eine Katastrophe wie lange man hier im "Ruhrgebiet" (NRW allgemein) braucht um von A nach B zu kommen. Ich kann es gut verstehen, dass Dir das abgeben schwergefallen ist. Man schließt Tiere so schnell ins Herz. Ich hoffe Harry trinkt und pinkelt mittlerweile fleißig? Die Däumchen sind gedrückt Antibiotika ist natürlich Mist, aber manchmal gibts keine andere Lösung.
Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
Schade, daß es Carry mit ihrem SHT noch nicht besser geht , aber wegen der Babies könnt Ihr ihr ja keine besser wirkenden Medikamente geben. Wenn Du sie in den Videos von der Wildkamera siehst, kannst Du abschätzen, wann die Kleinen geboren werden? Ich hoffe, daß sie ihren Nachwuchs nicht verloren hat. Wirst Du die Videos hier im Forum zeigen, wenn Ihr sie ausgewertet habt?
ich wollte nochmal zu meinem Beitrag vom 30. März fragen, ob Du sagen kannst, wann Carrys Babies geboren werden. Kann sie nach Eurer Änderung im Gehege jetzt besser aus ihrem Kobel kommen und auch wieder hinein klettern?
Hallo Squirrel, ich habe deine Frage nicht vergessen, leider kann ich nicht "mehr" so schnell antworten, wie ich eigentlich möchte. Harry braucht noch ordentlich Pflege, muss alle 2 1/2 Stunden gefüttert werden, auch nachts und dazwischen muss noch den ein oder anderen Notruf abarbeiten, so dass ich meistens erst abends am Rechner sitze. Außerdem arbeite ich jedes Jahr daran, eine bessere Dokumentation für den Verein zu erstellen, das Finanzamt braucht ja auch seine Nachweise usw. Das kostet leider alles Zeit. Und die Bilder und Videos müssen ja auch gesichtet werden und der Blog geschrieben und, und, und ... meine Tage sind -obwohl nur 3 Hörnchen - gut gefüllt
Aber jetzt zu deiner Frage: Ich habe gerade heute morgen noch mal die Wildcam im Gehege aufgehängt. Carry ist seit dem 10.03. bei uns. Da war sie trächtig. Den Fortschritt kann man bei Eichhörnchen nicht erkennen, zum ende hin werden sie sehr "birnenförmig". Carry selbst kann ich kaum beobachten, sie versteckt sich sofort, wenn ich das Gehege betrete. Sie ist ja keine Handaufzucht. Eichhörnchen tragen ca. 38 Tage. Also bis spätestens 16.04. muss sich etwas tun, ansonsten hat sie die Kinder "abgestoßen/resorbiert" oder es waren Totgeburten, die sie irgendwo im Boden verscharrt hat. So lange müssen wir in jedem Fall warten. Und dann müssen wir entscheiden, was wir mit ihr tun. Sie kommt durch unsere kleine Umbaumaßnahme auch in den oberen Kobel, sie hat beide Kobel in Betrieb, was für ein trächtiges Eichhörnchen "normal" ist, aber in den Kobeln selbst ist kein Nachwuchs. Ich öffne die Kobel, wenn ich sehe, dass sie im Gehege unterwegs ist, dass ich sie selbst nicht zu sehr erschrecke. Mehr kann ich leider noch nicht dazu sagen.
LG Swiffy
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
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