Zitat von Bounty im Beitrag #45Ihr Männer habt's echt schwer.
Wie man's nimmt. Ich las unlängst was von einem Schweizer Biologen, der sagte, die Eichkater wären fauler als die Weibchen, da sie außer Begattung und Fressen nur Flezen auf Faulenzen würden. Die Arbeit mit dem Nachwuchs haben bekanntlich nur die Eichkätzchen. Das geht soweit, daß empirisch gezeigt wurde, daß viel häufiger männliche als weibliche Eichhörnchen Räubern zum Opfer fallen - anscheinend weil die weiblichen Tiere daran gewöhnt seien, agiler zu sein, während die männlichen Tiere zu viel faul rumliegen - und einfach zu faul sind, aufzupassen und beizeiten abzuhauen.
Darf man da jetzt lachen, oder lieber nicht?
Eine andere empirische Nummer macht uns noch viel trauriger. Daß nur 20-25% der neugeborenen Eichhörnchen das erste Lebensjahr überstehen, ist uns allen wohl bekannt. Von diesen wiederum schafft die Mehrheit es nicht einmal bis zum 3. Geburtstag, schätzungsweise also nur rund 10% des ursprünglichen Jahrgangs. Aber nicht einmal 1% der Eichhörnchen erleben auch nur ihren 5. Geburtstag, schrieb der Mann, jedenfalls in der Schweiz sei das so. Und das, obwohl Eichhörnchen bei Schutz und guter Hege 10-12 Jahre alt werden können, in Einzelfällen sogar bis 15 Jahre!
Also habt alle mal kein schlechtes Gewissen, wenn ihr kleine Gäste habt, die etwas länger zu Gast bleiben müssen, weil ihre Gesundheit nicht so gut ist oder die Jahreszeit nicht mitspielt. Denn leider werden die allermeisten der Kleinen einem vorzeitigen, oft auch elenden Ende entgegen gehen.
Nature sucks. Es geht immer nur um die Spezies, nie um das Leiden oder Wohlergehen der einzelnen Kreatur. Je älter ich werde, desto bitterer werde ich darüber, muß ich gestehen. Für Eichhörnchen - ist das Leben eine einzige gigantische Todesfalle. Parasiten, Hunger, Wetter, Räuber, Verkehr. In Finland sind vor ein paar Jahren in einem Seuchenschub über eine Millionen Tiere in nur einer Saison elend krepiert.
Terrence Malick läßt in einem seiner Filme, Tree of Life, den Sprecher aus dem Off darüber sinnieren, daß es zwei Wege im Leben gäbe, zwischen denen wir wählen müßten, dem Weg der Natur, und dem Weg der Gnade. Ich empfehle, großzügig zu sein. Die meisten Tiere, die der Pfleger in die Natur zurück entläßt, schickt er letztlich in ihren sicheren vorzeitigen Tod.
Eine elende Wahrheit, aber so isses. Bin wohl irgendwie komisch drauf heute.
Der japanische Zen-Philosoph Wishi-Washi sagte einmal: Eine Bambusflöte ohne Loch ist keine Flöte, aber ein Loch ohne Flöte ist etwas ganz anderes.
... ich glaube nicht, dass du schlecht drauf bist, das ist so, leider und ich denke es ist für Päppelstationen auch gut zu wissen, eben nicht zu wissen, was aus den Zöglingen wird ....
Und das von den faulenzenden Männern habe ich auch gelesen, wahrscheinlich beim gleichen Autor :-)
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
Ich tröste mich an solchen trüben Tagen immer mit theoretischer Physik und alternativen Erklärungsmodellen der Realität, die das individuelle Leid dann gewissermaßen im Hintergrundrauschen verschwinden lassen...
Vielleicht existieren wir alle nur wegen unseres irrigen Konzeptes von "Zeit". Aber die Zeit verläuft für uns unterschiedlich schnell, endlos dehnt sie sich, wenn wir jung sind, rasend schnell flieht sie, wenn wir älter werden, und relativ soll sie laut Einstein auch noch sein, wenn wir uns unterschiedlich schnell bewegen. Die Zeit t scheint eine Funktion f des Bewußtseins b zu sein: t=f(b)
Wenn wir aber in einem animierten Bild etwa die Zeit hinreichend beschleunigen, dann wird alle Bewegung darin so schnell bis das, was sich bewegt, dem Blick entschwindet, es verwischt, udn dann löst es sich dem Auge auf, oder wir halten die Zeit an, dann friert das, was sich bewegt, ein und wird zu einem ununterscheidbaren Teil dessen, was den fixen Hintergrund bildet. Das Individuum geht in der Situation auf. Es ist nicht mehr da, nicht als ein "es". Vielleicht gibt es etwas, daß die Zeit recht eigentlich als Trick erfindet, um sich selbst als eigenständige Entität definieren und erleben zu können, aber solcherart gesehen wäre es dennoch nicht real, etwa so wie man die Karten eines Daumenkinos schnell herunterrätscht und somit den Eindruck eines bewegten Bildes erzeugt: aber das ist ebenfalls nicht real, es sind nur fixierte, unveränderliche einzelne Bildszenen. Was ist es, daß sich solcherart erleben möchte? Wer ist es, der solcherart von sich selbst zurücktritt, um sich selbst zu erkennen? Und was hat das alles mit Eichhörnchen zu tun? So viele Fragen, so wenig Antworten. Ein Jammer.
Ja, solcherart ist mein Trost in solchen trüben Stunden... Mist, jetzt kommt auch noch ein Orkan. Noch mehr surreale Zeit für Physik, verdammt... Einstein schwant schon nix Gutes, dem alten Gauner... Na dem werde ich was tuten!
Der japanische Zen-Philosoph Wishi-Washi sagte einmal: Eine Bambusflöte ohne Loch ist keine Flöte, aber ein Loch ohne Flöte ist etwas ganz anderes.
Ufzh, entgegen seiner üblichen Uhrzeit, war Rosty -hoffentlich aufgrund der Sturmwarnung - eben schon da. Er hat sich auch ordentlich am Buffet bedient, das sollte für die nächsten Tage erst mal reichen, dass er nicht raus muss ...
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
"Vielleicht existieren wir alle nur wegen unseres irrigen Konzeptes von "Zeit". Aber die Zeit verläuft für uns unterschiedlich schnell, endlos dehnt sie sich, wenn wir jung sind, rasend schnell flieht sie, wenn wir älter werden, und relativ soll sie laut Einstein auch noch sein, wenn wir uns unterschiedlich schnell bewegen."
Ja, ich glaube das kennen wir alle :-(
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"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
Wieviel futtert so ein Tierchen denn am Tag? Und säuft? Ich glaube, ich habe gelesen, es wären um die 60gr Futter am Tag. Ich meine jetzt futtern, nicht verstecken.
Und wie lange kann ein Eichhörnchen unterfuttert und untersoffen sein, ohne Schaden zu nehmen? Beim Menschen: 3-6 Wochen Nahrungsentzug, 2-4 Tage Wasserentzug können überlebt werden. Irgendwie.
Der japanische Zen-Philosoph Wishi-Washi sagte einmal: Eine Bambusflöte ohne Loch ist keine Flöte, aber ein Loch ohne Flöte ist etwas ganz anderes.
So pauschal kann man das leider nicht beantworten. In unserem schlauen Buch steht, dass das Eichhörnchen täglich um die 400KJ benötigt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Nahrungsbedarf sowohl saisonal (z.B. Winterruhe - Paarungszeit), altersbedingt (Jungtier > ausgewachsenes Tier), Muttertier in der Aufzucht (höchste Rate) und die Umwelteinflüsse wie Wetterlage, Lage/Struktur des Eichhörnchenreviers usw. abhängig ist. Auch ist ja ausschlaggebend, wie das Hörnchen seinen Hunger stillen kann, mit pflanzlicher Kost, die 20-40% unverstoffwechselt wieder das Hörnchen verlassen oder mit Nüssen und Samen, die nur mit 10-20% das Hörnchen wieder verlassen, mal vom KJ-Gehalt ganz abgesehen. Und dann kommt da noch die jahreszeitlich unterschiedlich benötigte Nahrungszusammensetzung dazu: zu Zeiten des Fellwechsels wird sehr viel Protein benötigt, das nicht offen in der Natur herumliegt, sondern mit erhöhtem Suchaufwand verbunden ist, und, und, und ... Dann wird ja auch das Ausgangsgewicht noch eine Rolle spielen, ähnlich wie bei uns Menschen: mopsig oder dürre. Also eine konkrete Tageszahl, wann das Hörnchen verhungert, kenne ich nicht. Unsere Päppelhörnchen fressen fast permanent, also ich glaube, die könnten keinen Tag ohne was zwischen den Beißerchen
Die Wassermenge lässt sich noch schlechter schätzen, da die Fellträger zwar auch Wasser direkt, aber auch über die Nahrung wie taubenetzte Knospen und junge Triebe, Pilze etc. aufnehmen. Ich habe ehrlich auch noch nie irgendwo gelesen, dass das jemand mal "ausprobiert" hat, wie lange Hörnchen ohne Wasser aushalten können. Vielleicht auch 2-4 Tage, wenn sie entsprechend feuchte Nahrung finden. Tut mir leid, da muss ich echt passen.
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
400 KJ, das sind etwa 95 kcal, das ist schon hübsch viel, also etwa 5-6% meines Grundumsatzes (m, 53J., 77kg). Nun hat so ein Fellblitz aber nur etwa ein knappes halbes Prozent meiner Masse, meines Gewichts. Das Freßgelage dürfte man also als Hinweis darauf nehmen, was so ein Tier am Tag an physischer Arbeitet leistet, und wie belastend seine höhere Körpertemperatur und sein Hochgeschwindigkeitssstoffwechsel eigentlich sind.
Mal überschlagsmäßig gerechnet, was Hörnchen täglich putzt, das wäre so wie wenn ich knapp 21 Tausend Kcal am Tag mampfen würde.
Völlig verrückt, die Viecher! Und dann auch noch so unverschämt schlank dabei! Ich mag gar nicht daran denken, wieviel Tiramisu und Baileys ich mir gönnen dürfte jeden Tag, wenn ich so verdauen könnte!
Ich bin nicht sicher, aber ich glaube bestimmte Hochleistungssportler und Arbeiter, die den Bedarf haben, weil sie Extremarbeit oder -sport leisten, futtern trotzdem nicht mehr als 4-8 Tausend Kalorien am Tag. Und das nicht mal jeden Tag.
Der japanische Zen-Philosoph Wishi-Washi sagte einmal: Eine Bambusflöte ohne Loch ist keine Flöte, aber ein Loch ohne Flöte ist etwas ganz anderes.
Ich habe keine Ahnung, was die so zu sich nehmen. Gefühlt würde ich aber auch sagen: die fressen wo sie gehen und stehen. Wobei Eichhörnchen ja nur morgens und abends unterwegs sind. Tagsüber lümmeln sie ja oft einfach nur auf nem Ast und chillen. Besonders im Sommer :-)
Leben ist etwas Seltenes, die meisten Menschen existieren nur. (Oscar Wilde)
Hm, unser letzter Besuch von Rosty ist jetzt auch schon ein paar Tage her und das war auch nur ein Blitzbesuch. Er ist nicht mehr zu sehen und das gibt uns schon zu denken. Sein vermeintlicher Hauptkobel hängt aber noch, trotz Wind/Sturm:
Du ... ruhig Blut. Eddie war nur einmal da und seither ist er wieder seit Taaaagen verschwunden. Bibi kommt nur noch zum Zähne schneiden, Lucky derzeit gar nicht. Nur das mir unbekannte Hörnchen hortet hier täglich Nüsse .....
Ich denke die sind alle auf Brautschau 😊
Leben ist etwas Seltenes, die meisten Menschen existieren nur. (Oscar Wilde)
Ich dachte, die seien alle schon fertig damit, andererseits ist ja auch möglich, dass der erste Wurf durch die Stürme daneben ging und jetzt der 2. Versuch startet, keiner weiß es ...
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
Das habe ich mir auch schon überlegt. Es hat mich ohnehin gewundert,dass sich hier nach dem Sturm keiner gemeldet hat. Ich hatte schon mit Findlingen gerechnet ...
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