Am Freitag brachte der Postbote meine begehrte Fracht: eine Campark T-86, eine Wildlifecam, die beim Hersteller derzeit von 190 auf 130 Dollar und bei Amazon von 90 auf 72 Euro reduziert ist. Gemäß der Volksweisheit, daß wer zu billig kauft auch oftmals zweimal kauft, wollte ich keine Billigkamera für 50 Euro und nur ein oder zwei AA-Batterien, aber auch keine teure für 200-300 Euro. Die T-86 hat 8 Batterien, 60 oder 120 Grad Bewegungsensoren (Thermaldifferenzsystem), extrapoliert 20 MB im Photomode und einen maximal 1296P Videomode (das ist etwas mehr als fullHD). Sie ist nachteinsatztauglich dank 32 low glow Infrarotdioden und kann per Bluetooth in den WLAN mode versetzt und dann per Tablet ferngesteuert und -eingestellt werden. Das mache ich recht viel, aus etwas über 20m Entfernung, ich wohne im 2.Stock, die Kamera steht aber unten im Garten. Als maximale Stehzeit im Photomode mit neuen Batterien gibt der Hersteller 180 Tage an. Ich habe nach drei Tagen Video und viel Spielerei und Ausprobieren 20% Batteriekapazität verloren. Ich denke, das hält locker 2 Wochen, und das ist viel besser, als ich befürchtet habe nach Berichten über Leute, die jeden Tag die Batterien wechseln müssen mit ihren Kameras.
Eine günstige Aufnahmesituation zu stellen, war durchaus kein Selbstläufer, und optimal ist es auch jetzt nicht. Man muß beachten, daß die Sonne wandert, daß der helle Himmel hinter dem dunklen Laub die Belichtungsautomatik verwirren kann, etc. Photographen und Videohobbyisten kennen die Probleme. Aber ich habe jetzt ein drittes und vorläufiges Setup. Aber die Kamera macht insbesondere für ihren Typ, sehr akzeptable Bilder.
Das war am Freitag, ich wollte eigentlich ein vorhandenes Vogelhaus im Garten nutzen und die Kamera so unauffällig wie möglich aufstellen (Diebstahlvorbeugung, da die Befestigungsöse nur aus Plastik ist, hat es nicht wirklich Sinn, sie festzuschließen). Und ja, es funktionierte: mit einer Elster nach der anderen, die die nussigen Köstlichkeiten, die ich für Hörnchens ausgebracht hatte, schamlos plünderten . Diese Briganten der Lüfte schreddern sogar steinharte Pekanüsse, isses zu glauben. Die Idee, das Vogelhaus als Nussbar zu mißbrauchen, unauffällig oder nicht, erwies sich sehr schnell als erledigt. Aber immerhin: der eigentliche Star, dem der ganze Aufwand gilt, ließ sich für eine Sekunde blicken und warf der Kamera einen widerwilligen Blick zu, bevor er wieder verschwand wie der Flussgeist vom Amazonas. Nur aus Spaß und weil‘s das erste Hörnchen war, das mir in die Videofalle ging: rechts oben. Und ich habe den Bildablauf bereits um die Hälfte verlangsamt:
Die zweite Hälfte des Videos zeigte bereits die veränderte zweite Aufnahmesituation, die ich Samstag vornahm. Ich hatte meine Nussbar in meiner Loggia abgenommen und in den Baum montiert wie gesehen. Der Brutkasten nebenan ist seit zwanzig Jahren unbewohnt, die Gärtner machen da viel zu viel Radau, als daß da ein Piepmatz seine Brut großziehen wollte. Die Kamera war nun tief am Tripod des Vogelhauses montiert.
Aber auch das war ungünstig, weil der Himmel hinter dem Grünzeug blendete, und wenn das Laub abfällt, wird das ja noch krasser. Also mußte ich die Idee der Unauffälligkeit aufgeben, und ein Ultraleichtstativ aus Aluminium aufstellen, das tat ich dann heute, Sonntag. Fazit: funktioniert, kann außerdem noch etwas höher gestellt werden, um mehr vom Himmel aus dem Bild zu verbannen (Blendeffekt im Winter, wenn es kahl ist), und ich kann die Kamera auch in Schleichschritten näher an die Nussbar manövrieren, wenn sich die Tiere gewöhnt haben.
Ich kam mir ja sehr clever vor, einen Meisenknödel als Lockmittel und Appetitmacher für Hörnchen mit runter zu nehmen. Nach dem etwa hundertausendsten Meisenvideo auf der SD-Karte dämmerte es mir dann allerdings, daß das nicht unbedingt zu meinen brilliantesten Ideen gezählt werden sollte. Ein frecher Eichelhäher ließ sich von meiner Anwesenheit nicht stören und nahm eine Einladung während einer Pause in den erneuten Umbauarbeiten dankbar an. Ab hier sind alle Videos übrigens in fullHD, auf Youtube rechts unten einstellen, bitte ("1080/60"), die Automatik von denen braucht manchmal länger, als der Film lang ist).
Die Sequenzen sind maximal 25 Sekunden lang, dann macht die Kamera 10 Sekunden Pause, bevor sie bereit ist, sich erneut auslösen zu lassen. 25 Sekunden habe ich so ein gestellt, aber wenn die großen Vögel gelernt haben, daß es für sie nichts zu holen gibt, und nur noch Eichhörnchen kommen, werde ich das Filmintervall verlängern auf 40 oder 60 Sekunden, das und vieles andere kann man alles einstellen.
Heute abend schließlich stellte sich das ersehnte Glücksgefühl ein: eine reguläre 25 Sekundenaufnahme vom ersten freilebenden Eichhörnchen, das mir voll in die aufgestellte Falle ging. Ich habe mich gefreut wie Onkel Hotte. Es ist das hellere von zweien, die hier die Strasse seit einiger Zeit unsicher machen. Ich gehe einfach mal davon aus , daß es eine „Sie“ ist, und nenne sie Kira, aber für mich sind irgendwie alle Eichhörnchen Sies. Das dunkle, das leider unglaublich scheu ist und sogar spürt, wenn man es auch nur aus 100 Metern ansieht und dann sofort abgeht wie eine Rakete, nenne ich Sari. Ist mir schon klar, daß diese Wildlifecamvideos nicht die große Kunst sind, aber nichtsdestotrotz, ich habe berechtigte Hoffnung, daß da noch mehr geht, Kira hat jetzt immerhin schon mal die neue Futterbar entdeckt, und das innerhalb von ca. 24 Stunden. Ich präsentiere eine Premiere: hier ist Kira, der Flussgeist vom Amazonas!
Ich habe die IRs schon abgeregelt, dunkler geht nicht. Die Angabe, daß man nachts bis 20m leuchten und filmen kann, ist glaubhaft. Ich habe die Cam anfangs nachts - wie tags - weiterlaufen lassen, um mich zu vergewissern, daß ich hier keine nächtliche Rattenparty finanziere, oder Waschbären, aber nachts ist alles ruhig. Per Zeitschaltuhr schalte ich die Kamera jetzt währen der Dunkelheit ab.
Die Kamera zieht nicht viel Strom, um inm Standby ansprechbar zu sein (Smartphone, Tablet), denn diese Bereitschaft ist nicht per WLAN, sondern Blutooth LE. Damit weckt man die Kamera aus der Ferne auf, erst dann schaltet die Kamera in den WLAN Modus (der zeitschaltuhrgesteuert sich wieder abschaltet). Das spart sehr viel Storm. Die App könnte eleganter sein, aber immerhin funktioniert sie zuverlässig. Der ganze Connect-Vorgang braucht etwa eine Minute.
Ich werde jetzt nicht jeden kleinen Minifilm vom Tage posten, sondern nur in größeren Abständen, wenn ich etwas mehr Material zusammen habe. Ich werde wohl auch den Photo- statt des Videomodus ausprobieren.
So viel zur Hörnchenlage vom 4 Oktober 2020: die Lage ist ruhig, aber vielversprechend.
Der Vollständigkeit halber, Phototest, 20MP. Ich denke, die Extrapolation kann man sich sparen, was auch zu erwarten war, wahrscheinlich sind die Bilder nöher an der nativen Auflösung tatsächlich schärfer. Note to myself: weniger Frabe dazuschütten.
Das Hörnchen weiß anscheinend nichts mit der Klappe anzufangen und trollt sich unverrichgteter Dinge (warum die Kamera vorzeitig keine Bilder mehr machte: ich hatte mich per WLAN eingeklinkt, weil ich das Tier nicht gesehen hatte und die Bildausbeute übertrtragen wollte). Ich habe sie jetzt etwas weiter geöffnet in der Hoffnung, daß beim nächsten Besuch der Groschen endlich fällt. Watr gestern abend auch schon so, das Tier hat nur die vorgelgeten Walnüffe stiebitzt, ging aber nciht an die Klappe, hinter der sich Leckereien wie behüllt Walnüsse, geschälte Haselnüsse, Rosinen, Kokosteilchen, ein paar Cashews und einige wenige Erdnüsse (wegen des starken Dufts) verbergen.
Supi, da freu' ich mich aber, dass da immerhin zwei Hörnchen sind, neben Eichelhäher und Elstern, und das dauert nicht lange, dann ist das mit der Klappe auch dem zweiten Hörnchen klar :-) Wir haben hier auch eine ordentliche Ausbeute an sekundenschnipseligen Squirrelvideos von innen und von außen, allein das Zusammenschnippeln braucht seine Zeit :-(
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
Neee, Nummer zwei ist viel zu scheu, läßt sich hier nicht blicken, es ist immer nur das helle, Kira, die hier durchläuft, inzwischen mehrmals am Tag. Sari sehe ich nur alle paar Tage mal, am Ende der Strasse, und sobald sie meinem Blick auf sich ruhen spürt, legt sie einen Alarmstart hin, der sich echt gewaschen hat. Kein Bißchen abenteuerlistig oder neugierig, immer nur gespannte Stahlfeder. Auto? Nix wie wech. Fußgänger? Bloß wech. Windhauch? Wech. Fallendes Blatt? Weltuntergang, schnell wech. Irgendwas anderes? Wech. Keine Chance.
Habe die Klappe zusätzlich etwa 2 cm angehoben und mit einem Holzteil fixiert, damit der Einstieg offensichtlicher ist. Kira steckt einfach nicht den Kopf und Schultern in den Schlitz, um die Quelle der Gerüche zu sondieren, sie traut sich nicht, und gibt auch immer sehr schnell auf und zieht weiter.
Per Videoüberwachung überführt: es ist tatsächlich noch ein drittes Hörnchen im Spiel, habs eine Minute auf Film. Nummer zwei läßt sich ja nie blicken und ist superscheu, aber sehr, sehr dunkel gefärbt, und dunkel_aubergine und scvhwarz, aber wie ich heute die Aufzeichnungen der letzten 24 Stunden kontrollierte, war ein Hörnchen am Futterautomaten, das war nicht Nummer Eins, denn Kira ist einfarbig und hell, kupferrot, von den Ohrpüscheln bis zur Schwanzspitze, dieses neue hier ist dunkelbraun mit schwarzen Strähnen und einem im Vergleich zum Körper noch dunkleren Schwanz. Die drei bislang erkannten Tiere können daher farblich recht gut auseinander gehalten werden, ihre farblichen Unterschiede sind markant. Ich nenne Nummer drei dann mal Taro. Kira, Sari und Taro, klingt doch nett. Japanisch.
Nur die Klappe zu bedienen, dazu sind Kira and Taro einfach noch zu doof bis jetzt, sie kapieren es nicht. Vielleicht habe ich es aber auch mit einer neuen Spezies zu tun, dem westfälischen Hohlkopfhörnchen.
Na das verbiete ich jetzt aber, unsere geliebten, geschätzten Mitbewohner als "Hohlkopfhörnchen" zu bezeichen! Geht gar nicht!!! Wahrscheinlich prüfen sie a) nur deine Geduld mit ihnen b) die Brandschutzverordnung der Futterstation c) gesetzliche Unfallverhütungsvorschriften etc. (wenn nämlich Hörnchen 1 eine Nuss rausholt + Hörnchen 2 zeitgleich oben auf den Deckel springt = Kopf-/Nackenschmerzen)
Es handelt sich hier um zwei sehr gründlich prüfende und wachsame Püschelträger, die die Station für künftige Eichhörnchen abnehmen und ein Zertifikat in Form eines Pfotenabdrucks auf der Station anbringen. Erst wenn alles zu ihrer Zufriedenheit ausgestattet ist, werden sie sich bedienen.
;-)
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Na endlich lernt wer was... Wennauch nur "mit Stütze". Listig und gemein wie ich bin, werd eich das Stöckchen jeden Tag ein Zentimeter weiter nach vorne ziehen, auf die Weise senkt sich die Klappe gnadenlos immer tiefer ab, bis nur noch der vorgesehene Schlitz da ist und das Tier die Klappe mit seinem Körper hochdrücken muß.
Zum Vergleich, das hier ist Kira. 's ist heller, Schwanz und Körper sind einfarbiger.
Ich komme einfach nicht dazu unsere Videos zusammenzuschnippeln, mittlerweile ist jede Aufnahme ein Squirreltreffer und ich muss unser Drahtkörbchen 2x am Tag neu befüllen. Die verbuddeln wie die Geisteskranken. Leider musste ich auch mal wieder heute 2 von der Straße kratzen, ich kann sie einfach nicht liegenlassen und jeder fährt drüber
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
Gestern später am Nachmittag war dann doch mal wieder Kira da, die Helle, die so hell dann doch nicht ist. Sie rafft es nicht mit der Klappe, versucht nur, ihr Näschen durch das Sichtglas zu bohren. Dann hüpft sie in den Efeu etwas über der Nuffbar und erfreut sich schamlos an den Nüffen, die der dunkle Taro dort versteckt hat. So gehts auch. Ein asoziales Hörnchen.
Mir scheint Kira etwas graziler, kleiner zu sein, zaghafter, möglich, daß sie wirklich eines der Junghörnchen aus diesem Jahr ist. Muß die Klappe wohl doch wieder weiter aufmachen. Sie kommt nur so selten. Sari war noch gar nicht an der Klappe, seit ich sie aufgestellt habe vor einer Woche. Kein Personenbeschreibung von ihr, außer, daß sie Auberginen-dunkel ist, und einen kohlrabenschwarzen Schwanz hat - soweit man das aus der großen Entfernung sagen kann. Sie ist ja immer sofort Richtung Orbit unterwegs, wenn man sie sichtet.
Außerdem die ganzen Kokosstücke aussortiert und die Rosinen, machen das Futter klamm und werden nicht angenommen von Taro, dem Einzelfresser. Auch die harten Bannenscheiben und Cashews sind raus. Drinnen bleiben Walnüsse und Haselnüsse mit Schale, Wal- und Haselnüsse ohne Schale, wenige Erdnüsse mit intakter Schale.
Das meiste hohlen sich die Meisen... Will jemand Meisenvideos? Habe ich tonnenweise...
Ja, die kommen hier auch alle, aber dazu noch Meisen und Eichelhäher. Aber nur die Meisen können punkten, weil sie in die Klappe reinkommen, die anderen sind alle zu groß, um sich lange an der Nuffbar zu halten.
Habe gestern vergessen, die Kamera von "Settings" auf "Automatik" umzuschalten, und heute nach der Korrektur nur Regen... Die paar Erdnüffe waren alle weg, fülle ich auch erst mal nicht mehr nach, soll nicht so viel davon sein, und gammeln tun sie auch schnell bei dem feuchten Wetter.
Kira war für 20 Sekunden da, guckte die Klappe kurz an, schnupperte kurz an der Scheibe, und verschwand wieder unverrichteter Dinge.
Ich habe bislang die Klappe nur halb gefüllt, damit weniger Nüffe mit Regen in Kontakt kommen. Vielleicht war das ein Fehler, weil der Spalt oben leer und schwarz und düster erscheint. Ich probiere es jetzt mit einer proppenvollen Box, mit sovielen Nüffen drin, daß die Klappe von den Nüffen leicht hochgedrückt wird und oben fast alles rausquillt, so sind blanke Nüffe auch oben im Spalt sichtbar und geradezu in Gefahr, herauszufallen. Vielleicht hilft das ja, Hörnchens Neurone richtig zu polen. Denn so wie es jetzt läuft, fürchte ich lernt Kira, daß es nichts zu holen gibt, und irgendwann kommt sie dann nicht mehr, weil sie ja "weiß", daß "es nicht funktioniert".
Außerdem lernen so die Meifen, ich meine die Meisen, daß es nichts mehr gibt, weil sie gar nicht mehr reinkommen. Nüffe versperren den Weg...
Taro hat sich seit zwei dem Video nicht mehr blicken gelassen. Na ja, ist ja auch lausiges Wetter.
Das mit der randvollen Klappe könnte was werden, heute morgen hat sich Kira (die mein scharfes Auge wohl inzwischen als einen gut ausgestatten Er erkannt hat... ) erstmals getraut, eine erste Nuß aus der Box zu nehmen, statt zu suchen, ob eine rausgefallen ist und irgendwo rumliegt, oder die Nase an der Scheibe plattzudrücken. Na, wenigstens hat er erstmals kapiert, daß der Schlitz da oben eine Funktion zu haben scheint. Und dann nahm er noch eine, und dann noch eine, und dann noch eine... Taro war auch da, und schritt wie üblich beherzter zur Tat, weniger zimperlich. Aber beide Tiere scheinen es nicht zu mögen, mit dem Nackenhaar an die Decke zu stoßen, sie scheinen die Berührung mit der beweglichen Klappe ziemlich zu verabscheuen, und so bewegen sie sie dann eben auch nicht. Das wird noch einiges an Überzeugungsarbeit kosten.
Kira ist sehr nervös, wirkt etwas kleiner, zierlicher, und sichert immer wieder sehr lange die Gegend, verharrt dabei reglos. Nervös, wischt viel mit dem Schwanz, und geht manchmal auch grundlos ab. Taro wie gesagt macht einen robusteren, erfahreneren Eindruck. Die Bewohner der Parterrewohnung sagten ja, sie hätten früher im Jahr ein größeres Hörnchen und zwei kleinere rumturnen gesheen, ich könnte mir vorstellen, daß Taro, den ich ja als männlich assoziert hatte, in Wahrheit die Mutter ist, und Kira eines ihrer diesjährigen Jungen, die beiden treten nie gemeinsam auf, aber immer kurz hintereinander.
Ob das Dritthörnchen, das ich Sira gennant habe, zur ehemaligen Familie gehört, oder ein Fremdhörnchen ist, kann ich unmöglich abschätzen, sie (oder er) läßt sich partout nicht hier blicken.
Ein Dutzend kleine Videoschnipsel Ausbeute heute morgen. Und vier Dutzend Schnipsel mit Meisen. Die Viecher gehen mir langsam echt auf den Keks. Den Batterien auch.
Und eine tote Singdrossel heute gefunden, scheint gegen ein Fenster geknallt zu sein...
Na, das wird schon mit der Klappe. Unsere beiden hier auf dem Balkon bewegen die Klappe auch nicht sehr viel, sie machen sich eher schmal und schieben sich durch Und dass sie erst mal unsicher sind, ist, glaube ich normal. Hast du denn schon Fressfeinde ausmachen können?
Das mit den Batterien ist echt ein Problem, das hatten wir auch, solange die Kamera noch im Kleingarten stand. Hier auf dem Balkon mit der Außensteckdose konnten wir ein Stromkabel nachordnern und betreiben die Kamera jetzt mit dem guten alten Strom aus der Steckdose. Im Garten wird das natürlich schwierig, es sei denn, ihr hättet Strom irgendwo rumliegen.
Tote Vögel hatten wir schon seit Wochen nicht mehr, Gott sei dank. Wir haben zwar auch die Birdsticker, haben aber nichts gebracht. Jetzt haben wir zwei "Metallmobiles" vor dem Fenster hängen und jetzt scheint Ruhe zu sein und bei uns ist auch viel Vogelbetrieb auf dem Balkon.
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
Keine Fressfeinde ausgemacht bis jetzt. Toitoitoi. Aber wenn wir hier einen Marder hätten- glaubst Du, den sehe ich tagsüber...?! Ich eher nicht. Eichelhäher greifen Hörnchen eigentlich nicht an, sondern lassen sich lieber die Nuffverstecke zeigen. Krähen und Elstern und Dohlen hingegen... Weiß nicht.
Tut ihr in die Klappe bei euch auch unbehüllte Nüffe? Die meisten scheinen bei mir den Meisen zum Opfer zu fallen, deshalb scheue ich inzwischen davor zurück, bis auf Pecanüsse vielleicht, die sind dann auch ohne Schale für Meisen zu schwer. Ansonsten ist es nicht zu fassen, was diese Winzlinge alles abschleppen. Praktisch alles, wenns nur ohne Schae daherkommt, aber auch ganz Erdnüsse. Ich hätte natürlich Chancen auf schönere Aufnahmen, wenn Hörnchens sich gleich auf dem Boxendach ans Fressen machen würden, wie im im ersten Video zu sehen. Kira hat dafür wahrscheinlich nicht die Nerven, aber Taro.
Ich habe mal versuchsweise Lithium-AA Batterien von Energizer bestellt, wenn es kühler wird, sollten sie besser damit zurecht kommen als alkalische. Sind bloß teurer, und die Kapazitätsanzeige ist praktisch nichtssagend, weil physikalisch bedingt Lithium-AAs ihre Nennspannung bis unmittelbar vor ihrem Tod auf Maximum halten - und dann plötzlich blitzschnell über die Klippe springen, statt kontinuierlich in der Spannung abzufallen wie alkalische Batterien. Ich habe auch an ein externes größeres, aufladbares Batteriepack, ähnlich einer kleinen Autobatterie, gedacht, aber noch kein passendes gefunden, denn es ist noch nicht mal klar, ob die Cam 6V braucht, wie behauptet, oder 12V (8 Batterien à 1.5V sind ja normal in Betrieb, macht zusammen 12V), der US Hersteller hat auf eine Mailanfrage bislang nicht geantwortet.
Die Kamera ist jetzt auf 1-Minuten-Sequenzen gestellt. Da geht jede Meise natürlich ins Geld. Wenigstens kriegt man gute Batterien im Internet in größeren Mengen zu "Nicht-Laden"-Preisen, denn im Laden sind die Preise ja absolut mörderisch. Halsabschneiderei, wie System-Rasierklingen. Wer kauft bloß sowas?
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