Taro war erneut da heute morgen, und erneut hat sie gefressen wie wildgeworden, wenn auch nicht so heftig wie gestern. Also, ich habe mir mal angeguckt, wie ein Haufen aus zwölf Haselnuffkernen aussieht, das ist irre viel Volumen. Selbst wenn sie gestern viel weggeworfen hätte, es ist immer noch viel, und heute hat sie auch wieder gefressen bis zum Umfallen. Sollte ich mir Sorgen machen, gibt es eine Krankheit, wo das Gefressene vielleicht einfach Zack! unverdaut durchfällt? Sie bedient sich zur Zeit immer an einem Meisenknödelhalter (mit Nüffen drin), der abseits aufgehängt ist, heute waren es immerhin erneut sieben Nüffe, die bereits vor Ort dran glauben mussten - in strömendem Regen. Es sieht so aus, als würde sie die Nüffe nicht komplett verspeisen, nach dem knispernden Schaleknacken wird das Fressgeräusch ja leiser, da kann man dran erkennen, daß sie auf Gold gestossen sind, aber ich kann nicht erkennen, ob das, was sie manchmal fallen läßt, ein Rest Schale ist, ein Rest Nuffbein, oder beides. Das Gesträuch unter der Fressstelle ist extrem dicht, ich komme da nicht so ohne weiteres an den Bodne ran, ohne wirklich Gartenarbeiten vorzunehmen.
Es fällt wirklich auf, wie viel sie frisst, im Vergleich zu den anderen, die hauen nach ein, zwei Nüffen ab zur Zeit.
Hallo Marc, wir konnten heute morgen auch seit ein paar Tagen das erste Mal wieder Brownie auf dem Balkon entdecken und ja, er hat auch gefressen ohne Ende. Ich denke die Eichkater sind derzeit alle hinter den "Mietzen" her und dieses ganze Paarungsverhalten verbraucht wirklich richtig Energie. Zusätzlich müssen sie ja auch noch den Körpertemperaturunterschied ausgleichen (hier sind es 3 Grad, im Hörncheninnern zwischen 38 und 40 Grad), ich würde mir also wegen des kleinen Fresssacks keine Gedanken machen oder sieht er ungewöhnlich "mopsig" aus? Die Hörnchen im Außengehege im Wildwald (insbesondere Stiftie 1) waren im Dezember auch richtig mopsig, was aber auch an dem Winterfell und einer guten Unterwolle liegen kann.
Hier mal Bilder von unserem nassen Brownie und
Balkon21_35.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Balkon21_26.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Heute/morgen gibt es wieder das wöchentliche Hörnchenblogupdate:
Tja und vorhin habe ich mit der gelben Schneckenpost die notariell beglaubigte Vereinseintragung zum Amtsgericht geschickt. Der Verein wird, wenn alles glatt geht:
"Aktion-Eichhörnchen e.V"
heißen, deshalb haben wir in letzter Zeit auch die Logos angepasst, so dass sie überall "gleich/ähnlich" werden ...
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
Ich bin nur irritiert und etwas alarmiert wegen des Volumens. Nimm mal zwölf Haselnusskerne ohne Schale und türm sie zu einer Pyramide, und das Gebilde vergleich dann mal mit der Größe eines Eichhörnchens, und seines ja noch kleineren Magens. Da stellt sich mir schon die Frage - wo stopfen die das alles hin...? Wird das direkt ohne Zeitverlust weiter in den Darm geschoben, ohne daß der Magen noch seine Funktion wahrnimmt? Selbst dann würde es eng.
Glückwunsch zur Vereinsgründung. Für die Hörnchen gibts dann also Anstecknadeln, ja?
Obwohl es die letzten Tage hier "wärmer" war, bis zu 9°C, sind die Hörnchen wie vom Erdboden verschwunden, seit fünf Tagen hat die Kamera keines mehr aufgenommen, und die Nüffe sind alle vollzählig und unberührt. Selbst die Meisen bleiben weg und lösen keine Videos aus. Heute morgen sagte mir ein Nachbar, auch bei ihm seien schon seit Tagen keine Tiere mehr durchgekommen.
Zuvor blieben die einzelnen Tiere mal einen Tag weg, und kamen dann am zweiten wieder.
Die nächsten Tage ist in Norddeutschland ja eine schwere Schneelage angekündigt, mal gucken, was wird. Die Tafel ist jedenfalls gedeckt und das Wasser wird alle zwei Tage gewechselt und sogar jeden Tag enteist, wenn nötig.
Die verfügbare Kapokwolle wurde noch nie angerührt, obwohl sie butterweich und flauschig ist. Ob's das falsche Material ist? Zu kalt? Zu weich? Was nähme man denn wohl sonst?
Ich würde mir keine Gedanken machen, denn unser Brownie/Braunie kommt nur alle 2 Tage, schaufelt sich dann mit Nüssen voll und verschwindet, ungeknackte Nüsse nimmt er gar nicht mit, die stehen da wir vor 2 Wochen. Knetschi haben wir seit Silvester, Rosty schon seit über 2 Wochen nicht mehr gesehen. Sie sind in Winterruhe und das brauchen sie auch, wie Tanja Lenn von der Eichhörnchenhilfe in Berlin auch eindrücklich in ihrem Artikel geschildert hat. Lassen wir sie ruhen. Auch im Wildwald ist im Gehege Ruhe, allein unsere kleine Motte, die jetzt Winterfell und Ohrpinsel bekommt (viel zu spät aber immerhin) ist die Einzige, die wir abends noch sehen, sie streckt sofort den Kopf raus, wenn sie uns hört und will ihren "Brei" haben. Solange sie ihn mag, bekommt sie ihn auch, sie hat einiges an Defizit aufzuarbeiten. Sobald "unser" Gehege fertig ist, versuchen wir sie noch umzusiedeln. Der Rest der Hörnchen (Emma, Mary, Stiftie 1+2 und die restlichen Residenten) sind wie vom Erdboden verschluckt. Sie brauchen die Zeit um Kräfte zu sammeln. Auch wenn sie wissen, dass irgendwo ein gut gedecktes Buffet steht, so eine Saison ist anstrengend für sie. Sie kommen alle bestimmt mehr oder minder gut durch den Winter und wird dürfen sie ab Ende Februar/Anfang März wieder begrüßen.
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
Danke der Fürsorge, aber ich erstatte nur Bericht! ;) Sorgen mache ich mir eigentlich keine, Dank meines Buffets konnten sie sich seit September nach Lust und Laune päppeln, und taten es ja auch, und meine Wohngegend ist sittsam und friedlich, alles in allem. 's fällt nur auf, daß seit fünf Tagen niemand da war, ich checke die Videos, und nix, gar nix los. Nicht mal ein Geist, ein Schatten. Aber eigentlich war ich erstaunt, daß sie solange so aktiv geblieben sind.
Außerdem habe ich mal weniger Aufwand mit dne Videos. Auch ganz schön. :)
Habe heute trotzdem erst mal wieder Nüffe gehortet, 15 große Beutel bei Marktkauf, nachdem Hasels und Wals hier seit drei Wochen praktisch ausverkauft waren überall. Habe jetzt rund 40 Beutel zu 400 und 750 gr auf Halde. Ich schätze, Covid unterbricht gelegentlich die Lieferketten aus Frankreich, Kalifornien, Polen.
Wie lange können die Tiere "fasten"? Bei mir sind Samstag morgen am 6. Tag der Abstinenz erstmals wieder zwei Tiere vorstellig geworden und das unmittelbar nach Hellwerden, der eine schnappte sich eine Nuff, der andere zwei. Ich denke, der Hunger entscheidet, ob und wann sie kommen, und das wird im Wildwald wahrscheinlich auch so sein.
Ist für mich schwer vorstellbar, wie diese und andere kleine Tiere, Mäuschen etwa, mit den Temperaturen zurecht kommen, das geht über mnein Vorstellkungsvermögen. Ich gehe mit Lammfellhandschuhen raus, das ist dicker molliger Pelz und obendrein hats außen windabweisendes Leder, und trotzdem wirds kalt. Tut man aber Eichhörnchen einen Gefallen, wenn man ihre Kobel irgendwie temperaturisoliert? Blöd daß sie nicht sprechen können, ich würde zu gerne mal fragen. Viele Tiere sterben ja im Winter ja weniger durch direktes Verhungern, sondern weil die Entkräftung durch Kälte und Nahrungsmangel sie für Krankheiten und Parasiten anfälliger macht, denen sie im Sommer widerstehen könnten. Also ich glaube ja nicht, daß Wintertemperaturen für sie so ein Zuckerschlecken sind, auch wenn sie einen (dünnen) Pelz haben.
Ich denke, wind- und feuchtigkeitsschutz ist immer positiv zu bewerten. Rosshaar, sah ich auf Youtube, ist gutes Kobelmaterial (da isolierend und parasiten-verjagend). Schurwolle mag warm sein, aber lockt wohl auch Parasiten an. Baumwolle ist kalt. Also, gibt es überhaupt einen Tip für ideales Polstermaterial, im Winter?
Zitat von Marc im Beitrag #128Wie lange können die Tiere "fasten"?
Ich glaube, das kann man so pauschal gar nicht beantworten, denn es kommt ja nicht nur auf die Konstitution des Tieres, sondern auch auf den - den Zustand und Beschaffenheit des Kobels (Jungtiere bauen bestimmt noch nicht so gut wie ältere Tiere) Standort (windgeschützt, trocken)... - Versorgungslage (wieviele Nüsse wurden verbuddelt und werden wieder gefunden, sind sie noch brauchbar?), gibt es vielleicht gut gefüllte Futterhäuschen in der Nähe - Geschlecht: ist die Eichkatze vielleicht schon trächtig, dann hat sie ein erheblich höheren Energiebedarf
usw., usw. schwierig. Ich habe allen Respekt vor den Freilebenden. Aber auch unsere Hörnchen im Wildwald haben keine Heizung in den Kobeln (auch wenn ich die gerne einbauen würde), aber ihre Ernährungslage ist natürlich gesichert.
Wir geben mittlerweile in die Kobel ein Gemisch aus Naturwolle, getrocknetem Moos und unverarbeitete Baumwolle. Ab und zu liegen Teile dann davon außerhalb der Kobel. Ich vermute mal, dass sie ab und zu selbst ausräumen. andere Pflegestellen nehmen Holzwolle, Hanffasern, Tierhaare und auch kleine Baumwolltücher. Jedes Kunst- und Naturmaterial hat bei den unterschiedlichen Wetterlagen Vor- und Nachteile. Ich denke, die gesunde Mischung macht es. Ich habe auch schon in Videos Eichhörnchen gesehen, die den Schaumstoff aus Stuhlpolsterungen rausgelöst und abtransportiert haben. Die Freilebenden nehmen wohl alles was sie bekommen könnnen.
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
Na, ich meinte eigentlich im Winter und Zuständen wie jetzt: wie lange können die Tiere im Kobel faulenzen und nix fressen, nur dösen? Ohne Futterstationen kommen sie jetzt ja an ihre vergrabenen Kostbarkeitne nicht heran - wir haben zum Beispiel 70cm Schnee im Zugangsbereich zum Garten. Ich kämpfe mich tapfer zwei mal am tage nach hinten durch, enteise die Futterbox und stelle sicher, das Sitzbrett und Deckel funktionsfähig sind. Nur für den Fall, daß jemand kommt. Bis jetzt aber nicht, gestern und heute. In der Garagenzufahrt stecke ich bis zur Hüfte in Schneeverwehungen.
Das meinte ich doch auch. Bei einer Schneedecke von bis zu 30cm können das Eichhörnchen noch erriechen, ansonsten sind sie aufgeschmissen oder auf Futterstationen wie Vogelhäuser angewiesen. Es gibt dazu keine -zumindest mir bekannte - wissenschaftliche Studien.
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
Nach über einer Woche - ein Lebenszeichen. Verrätische Spuren am Nuff-O-Maten, leere Nuffschalen mit typischen Aufbruchsspuren, Spuren im Schnee... mindestens eines der Hörnchen hat also überlebt. Irritierend ist nur, daß die Kamera nichts aufzeichnet, sie reagiert auf Meisen, Rotkehlechen, kleine Gartenmücken, Amseln, sogar eine winzige Spitzmaus wagt sich regelmäßig im Schutz der morgendlichen Dunkelheit heran und wird erfasst - nur die Hörnchen sind momentan voll auf Stealth, obwohl sie da sind und sich bedienen, kein Zweifel.
Die Sensoren dieser Kameras lösen nicht auf bloße Bewegung aus, sondern auf Objekte, die eine thermische Differenz zur Hintergrundtemperatur haben und sich bewegen (deshalb löst ein fallendes Blatt zum Beispiel nicht aus, ein nur halb so großer Vogel aber sehr wohl). Ist das Fell von Eichhörnchen vielleicht so fantastisch dicht, daß es sie innen nicht nur warm hält, sondern die Wärme so perfekt einschließt, daß nichts an die Aussenseite des Felles dringt und es außen daher Umgebungstemperatur hat? Nur eine Theorie, und nicht mal eine gute, denn vor dem Schnee wurde ja alles erfasst, erst seit dem Schnee reagiert die Kamera nicht mehr auf Hörnchen. Oder tragen die Tiere einen Eispanzer...?
Oder wollen die mich einfach nur ärgern...???
So viele Fragen, so wenig Antworten, so kurz das Leben für all das.
... in der Tat, heute nachmittag haben wir, als wir vom Wildwald zurückkamen, auch wieder die ersten Hörnchenspuren im Schnee gesehen. Die Wildcam ist in der Winterruhe, die ist auf dem Balkon eingeschneit gewesen, das war uns mit "Dauerstrom" zu riskant:
Da sagste was! Habe auf Deinen Kommentar hin mal im Kalender nachgesehen, wie lange ich meinen derzeitigen Batteriesatz bereits da draußen im Einsatz habe, 24/7: achteinhalb Wochen, und das bei den Temperaturen und bis vor dem Schnee jeden Tag 1-4 Dutzend Videos á 80 Sekunden, bei Schnee durch die Vögel immer noch ein Dutzend Filme pro Tag.
Nicht schlecht Herr Specht! Das ist mal eine Hausnummer.
Sind Energizer Ultimate Lithium Batterien. Der Mehrwert, die längere Laufleistung trotz widriger Temperaturen, übertrifft den etwas höheren Preis deutlich.
Hochwertige Alkalis, die ich probierte als ich die Kamera gekauf thatte, hielten glaube ich nicht mal drei Wochen, und das bei damals noch milden Temperaturen.
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