Donnerstag Vormittag, 's war ein regnerischer Vormittag, steppte hier der Bär. Kira gab sich ab 09:30 die Ehre, nachdem er sich die Tage zuvor etwas rar gemacht hatte, rollte die Fellärmel hoch, und legte los - es wurden Nüffe weggeschafft im Akkord. Rund eine Stunde lang hielt er die Kamera im Dauerbetrieb, und schnappte sich Nuff nach Nuff im 20 bis 30 Sekundenintervall. Der trainiert wohl für Olympia?! Der war wie im Rausch, kaum war er weg, war er auch schon wieder da. Dann machte er mal Pause, und Taro übernahm, und auch sie raffte Nüffe, was das Zeug hielt, obwohl es noch immer leicht regnete. Immerhin war es bei ihr eine Frequenz von 1-2 Nüffen pro Minute. Dann kreuzte Kira wieder auf und hatte wohl entschieden, daß es noch nicht genug war, also klotzte er wieder ran wie blöde, zumeist rund drei Termine vor der Kamera pro Minute. Und so ging das bis fast ein Uhr! Die Kamera machte so viele Aufnahmen wie normalerweise über 3-4 Tage. Also so kirre und überdreht habe ich die beiden noch nie erlebt, besonders Kira. Völlig von der Rolle, und das, obwohl sie sich in den letzten Tagen so aufgeführt hatten, als wären sie schon in Winterruhe: sie hatten sich rarer gemacht, verglichen mit den Wochen zuvor jedenfalls. Kira kam nur noch alle zwei Tage, und Taro verweilte weniger oft und auch nur kürzer.
Daß beide trotz des Regens von der neuen Tränke Gebrauch machten, ist ein zusätzliches Schmankerl, das den Menschen freut.
Aber bei allen Streitigkeiten der Hörnchen, ist das nicht herrlich, abends die Videos zu "kontrollieren" und ein dickes, fettes Grinsen im Gesicht zu haben Es sind so tolle Tiere!!!
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
Ja, sind sie. Ich habe 50% Meisenvideos dazwischen, wenn ich aber das erste Video öffne mit einer Nufflaus drauf, muß ich jedesmal breit grinsen, und freue mich. Ganz ehrlich, ich freue mich. Die Biesterchen bringen Frohohoide in das Leben! Deshalb will ich ihnen ja auch helfen, gut über dne winter zu kommen. Was ich tun kann, werde ich tun, auch wenns es eigentlich nur Wasser und Nüffe sind, und die Wolle, die sie nach wie vor verschmähen (sie ist in der Box hinten, oben, die Nüffe obendrauf, sie müssten es also bemerken).
Ich habe eben an anderer Stelle gelesen, dass gerade die männlichen Nussdiebe mit der Naturwolle nichts anfangen, das wären insbesondere die Eichkatzen, die sich die Wolle holen. Wahrscheinlich wird deshalb die Wolle bei uns aktuell eher von den Vögeln geholt. Warten wir mal den Dezember/Januar ab, vielleicht möchte der ein oder andere Eichkater auf unserem Balkon den Kobel seiner Gattin aufhübschen....
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
Wie machen die Kater das dann, wenn sie ihre Kobel erneuern (müssen)? Und ich hörte oder las oder sah mal irgendwann, daß das Polstermaterial durchaus immer wieder erneuert wird (erneuert werden muß)...? Es gibt hier ja sonst nichts mehr, daß winddicht ist, geschweige den regendicht.
Wenn Du recht hast, hieße das, daß dann auch Taro, das dunkle Tier hier, doch ein Kater ist. Ich habe die beiden ja ursprünglich als Mutter und Sohn oder als zwei Brüder geraten.
Ich habe wiederholt mit dem Fernglas die Innengärten im Block abgesucht, aber leider habe ich keine Ahnung, wo die beiden ihre Kobel haben. Die Leute in der Hausreihe gegenüber, 50m entfernt, haben schon demonstrativ mit dem Teleskop zurückgestiert, weil sie mein Spionieren irritierte...
Ich dacht' ich seh nicht recht: morgens um 8 Uhr 1 turnte Taro heute bereits draussen am Nuff-O-Maten herum, zu fast nachtdunkler Zeit, die Kamera musste auch alles in Infrarot filmen. Und bis Mittags 12 blieb sie heute wieder mal hyperaktiv. Kira ließ sich auch blicken, nachdem er drei oder vier Tage nicht da war.
Taro hat einen eigentümlichen "Schnitt" in den Haaren seines Schwanzes, als wären da Haare ausgefallen oder weggeschnitten worrden, eine Kerbe in der Skyline seines Haarprofils. Auf einigen Videos ist auch eine 1-2cm lange Stelle zu sehen, wo der Schwanz einseitig "blank" zu sein scheint. Kommt sowas vor, Haarwechsel vielleicht, oder könnte das Zeichen für eine Krankheit oder Parasiten sein? An Entkräftung und Essensmangel kann es ja eigentlich nicht liegen, oder frisst er vielleicht zu einseitig, immer nur Hasels und Wals? Ich werde es im Auge behalten, ohne eigentlich zu wissen, was ich tun könnte, wenn es schlimmer wird. Päppchenbällchen anbieten, die mit irgendwas versetzt sind? Vit-B Komplex reinmischen?
Das Werhörnchen hier ist Taro (erkennbar an den ausgeprägten Ohrpüscheln, Kira hat fast keine).
Der zweite Filmschnipsel war ein paar Minuten später, da war es schon etwas heller gewordrn, kann man am Himmelsausschnitt oben erkennen.
P.S. Ich habe jetzt hochwertige Lithium-Batterien von Energizer in der Kamera, und die laufen jetzt bei größerer Kälte bereits eine Woche länger als die hochwertigen Alkali-Batterien von Varta, die ich vorher nutzte. Letztere schafften bei wärmeren Temperaturen ziemlich genau vier Wochen. Die Energizer Lithium Batterien jetzt laufen bereits fünf Wochen und ich kann sie wahrscheinlich noch eine Woche nutzen, die Anzeige für die Spannung fängt erst jetzt an, unter 100% zu fallen. Für Zwecke wie diesen kann ich diese Batterien nur empfehlen. Der Unterschied ist recht deutlich, zumal die Alkalibatterien bei gleichen niedrigen Temperaturen vielleicht nur drei Wochen gehalten hätten. Energizer Lithium, 40 Stück für 48 Taler bei Amazon. Die werben damit, die ergiebigsten Batterien der Welt zu sein. also, ich glaub's. Und sie sind kältebeständig. Alkali und Akkus jeder Art verlieren abrufbare Kapazität bei Kälte bis zu einem Drittel. .
P.P.S. Ich teile grundsätzlich nicht die verbreitete Ansicht, Batterien seien alle gleich, man könne immer die billigsten nehmen. Die Unterschiede können sehr wohl sehr groß sein, auch wenn man nur Alkalibatterien vergleicht. Aber niemals im Ladenhandel kaufen, da sind sie immer hoffnungslos überteuert, sondern immer Großpackungen im Internet ordern. Bei CR123 Batterien ist der Unterschied besonders riesig, bis zu Faktor 5. Mit Akkus kommt man bei diesen Trail-Kameras nicht weit. Gut gepflegte Eneloop-Akkus in meiner Kamera: zwei Tage, dann war Schluß.
Hallo Marc, kahle Stellen am Schwanz wären natürlich nicht normal. Parasitenbefall nur am Schwanz habe ich bisher noch nicht gehört, was aber nichts heißen will. Nahrungsmangel bei den gefüllten Boxen bestimmt auch nicht. Ich würde eher darauf tippen, dass er mal bei der Flucht irgendwo am Zaun oder sonstwo hängen geblieben ist und dort Haare gelassen hat. Die Haare am Schwanz wechseln ja nur 1x im Jahr, sprich, solange kann er nicht als Model auf den Set gehen ... vielleicht mal bei tageslichtvideos genauer schauen. Andererseits, machen kann man sowieso nichts, ist wie mit unserem einäugigen Hörnchen :-(
LG Swiffy
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
Ich glaube, ich habe den Kobelbaum von Kira identifiziert, es ist eine ca. 4-5 Stockwerke hohe außerordentlich buschige Tanne gleich auf dem Nachbargrundstück, also, das Gewächs passt schon mal vorzüglich. Das Ding ist wirklich irre buschiug, und sollte guten Schutz gegen Sturm und Wind bieten, wenn er richtig gebaut hat. Sicher bin ich nicht, man kann auch nichts sehen, aber Kira verschwindet auffällig oft über den Garagenhof in diese Richtung, und dahinterkommt dann ersteinmal eine für ein Hörnchen nicht so ohne weiteres zu überwindende Hausreihe, und dort habe ich ihn nie flitzen gesehen. Würde auch erklären, warum er so flott Nüffe abschleppen kann und so schnell wieder da ist - er hats nicht weit, rund 20-25 m nur von der Box bis zum Baum. Mir wär's lieb, er muß dann nicht so viel über Strassen, wenn er im Viertel bliebe.
Taro zieht oft in die entgegengesetzte Richtung. Ich glaube nicht, daß die beiden noch Kobelgenossen sind, wenn sies denn durch Familienbande überhaupt je waren.
Heute war Kira wieder der große Beutemacher. Und er war immer nur so kurz weg, daß Taro nicht dazwischen kam, obwohl sie's versuchte. Akkordarbeiter.
Ich schnippele gerade an den Novemberfilmchen - und sehe mit Datumsstempel 24.11. plötzlich ZWEI dunklere Hörnchen mit großen Ohrpüscheln und nochmal deutlich dunkleren Schwänzen als der Körper. Kira ist heller, und der Schwanz neigte zu der Zeit farblich zum gleichen Farbton wie sein Körper. Zu der Zeit konnte man Kira und Taro sehr deutlich unterscheiden, jetzt mit dem Winterfell voll ausgeprägt und die Farben etwas ausgebleicht ist es manchmal etwas schwieriger, aber es bleiben die Ohrpüschel als Unterwscheidungsmerkmal, und das dominante Verhalten.
Das tote Eichhörnchen, das ich vor Wochen fand, datierte auf den 8. November, also über zwei Wochen vorher.
Das bedeutet, es gab hier ursprünglich mindestens sogar VIER Hörnchen, und es besteht die Möglichkeit, daß Sari, die ich für tot erklärte, das noch lebende Hörnchen auf dem Film ist. Sari war ja ebenfalls recht dunkel. Das tote Hörnchen war dann eben noch ein viertes, anderes.
Ja Glückwunsch, da spricht sich wohl die reichlich gefüllte Futterstation rum. Ich hatte mir vor ein paar Tagen auch ein paar Videos von dir angesehen um das Geschlecht der beiden rauszufinden und hatte den Eindruck, dass es mehr als zwei Hörnchen sind (eines z.B. mit komplett dunklem Schwanz und eins mit dunklem Schwanz und angeröteter Spitze) Gesehen haben ich m.E. aber nur Eichkater, leider sind sie so schnell unterwegs, das ich mir nicht ganz sicher bin ... Aber ist doch toll, wenn sich die ganze Mühe und das Warten gelohnt hat.
Bei dem kahlen Schwanzstück kann man leider nicht viel mehr erkennen, als dass es kahl ist. Aber da Hörnchen sonst gut befellt aussieht, würde ich eher an eine Verletzung denken. Schauen wir mal, vielleicht gibt es ja mal eine bessere Aufnahme.
LG Swiffy
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
Das Winterfell hat sowohl bei Kira als auch bei Taro die Farben etwas verändert. Das Hörnchen mit dem dunklen Schwanz ist Taro, aber der Körper ist etwas grauer geworden als er es im September noch war, der Kontrast erscheint damit weicher. Das ist wohl normal beim Winterfell, las ich, daß die Farbkleider des Sommers einen Grauschleier bekommen, nicht mehr so intensiv sind. Kommt im Frühling wieder. Das Hörnchen mit der hellen Schwanzspitze ist Kira, bei ihm hat das Winterfell dazu geführt, daß der Kontrast zwischen Körper und dunkleren Schwanz überhaupt erts aufgetreten ist, im September war er einfarbig und hell, der Schwanz war auch heller und ohgne Spitzenabsatz. Man kann sie an den Ohrpüscheln wiedererkennen bzw, auseiannder halten, und inzwischen auch an ihrem Verhalten an der Box. Ein neues fremdes Hörnchen wäre spätestens durchsein Verhalten an der Box, wenn es die nicht kannte, enttarnt worden. wer sowas nicht kennt, stellt sich ja doch etwas dumm an zu Beginn. :D
Das unbekannte dritte Hörnchen, vielleicht Sari, war leider nur sehr kurz zu sehen, und ging auch nicht an die Box, zog, glaube ich, nur zufällig durch. Nur dieses eine Mal gesichtet im Baum, davor und seit dem nicht mehr. Wenn die beiden dunklen nicht zeitgleich im Bild wären, sondern nacheinander, wäre es mir überhaupt nicht aufgefallen, sie sehen sich sehr ähnlich in Fellfarbe und Fellmuster.
Schneiden für das Novemberarchiv ist fertig, muß noch gerendert werden und hochgeladen werden. Ich mache aber noch eine kürzere Fassung zusätzlich, mit den Kollisionen von Kira and Taro miteinander. Eichhörnchenknurren hört sich putzig an.
Die Videos sind übrigens alle etwas farbverändert, ich reduziere die Belichtung immer etwas, und intensiviere die Farben geringfügig, da die Kamera by default erst einmal leicht überbelichtet. Da ich die Originale aber alle auch sehe, bin ich mir sehr sicher, daß die beiden Hörnchen eben in der Tat nur zwei Hörnchen sind, und sich kein unbekanntes Drittes eingeschlichen hat. Lichtsituation und Fellglänzen täuschen da manchmal.
Wie kommst Du darauf, Taro (das dunklere Tier) sei doch ein Männchen? Wo man bei Kira sein Katersein manchmal erkennen kann, sieht man bei Taro eigentlich nichts. Schließt du das aus dem Bewegungsablauf oder etwas im Verhalten? Jedenfalls ist Kira der Dominator, und Taro ist vor ihm auf der Hut, weicht aus, flieht öfters auch schon in vorauseilendem Gehorsam.
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