das tut mir sehr leid zu lesen, daß jetzt seit 2 Wochen Deine Hörnchen nicht mehr in den Garten gekommen sind. Ich würde aber nicht so pessimistisch sein und annehmen, daß alle drei tot sind. Warum sollten drei erwachsene Hörnchen, die alle in der Nähe Eures Gartens verschiedene Kobel haben, auf einmal alle zugrundegehen? Das glaube ich wirklich nicht! Es gibt viele Gründe, warum Hörnchen auf einmal nicht mehr erscheinen, nachdem sie sich monatelang am gleichen Ort mit Futter versorgt haben. Birte Alber, die mit Carsten Cording die Seite "Eichhörnchen entdecken" unterhält, kann ein Lied davon singen. Die beiden füttern schon seit Jahren Eichhörnchen auf ihrem Balkon in der Hamburger Innenstadt. Sie haben meistens 2 (oft ein Päarchen, ein Männchen und ein Weibchen) oder 3 Stammgäste, die sich monatelang an ihrem Buffet bedienen, und dann kommt ganz plötzlich der Tag, an dem diese geliebten Tierchen auf einmal nicht mehr erscheinen. Birte vermutet dann meistens, daß die Hörnchen sich ein neues Revier gesucht haben, was bestimmt häufig vorkommt. Und meistens dauert es auf dem Hamburger Balkon nicht lange, bis sich neue Hörnchen eingefunden haben. Also ich meine wirklich, Du solltest optimistischer sein: so wie die ersten Hörnchengäste zu Dir gefunden haben, werden hoffentlich neue die Futterboxen ausfindig machen und dann wieder für einige Zeit Dich mit ihren regelmäßigen Stippvisiten erfreuen. Oder es kommt doch eins oder zwei der "alten" Hörnchen nach einiger Zeit wieder zurück. Deiner Beschreibung nach zu urteilen gibt es ja offensichtlich nicht wenige Hörnchen in Eurem Wohngebiet. Du hattest doch herausgefunden, wo die bisherigen Hörnchen ihre Kobel hatten. Hast Du da mal nachgeschaut, ob man in Kobelnähe etwas ausfindig machen kann?
Swiffy wird vielleicht ja auch noch antworten, und sie kann sicher noch andere Erklärungen für das plötzliche Verschwinden der drei Hörnchen geben. Drei tote Eichhörnchen auf eine Schlag gibt es nur im Eichhörnchenkrimi.
Übrigens habe ich leider in unserem nahegelegenen Waldstück, in dem ich nun schon seit einigen Monaten regelmäßig Nüsse und Sonnenblumenkerne auslege, immer noch kein einziges Eichhörnchen zu Gesicht bekommen, noch nicht einmal eine Pfote oder ein Schwanzstück, obwohl das Futter immer sehr schnell ratzekahl aufgefressen wird. Das macht mich auch traurig, da ich einfach nicht glauben kann, daß es in dem Wald nicht ein einziges Hörnchen geben soll. Warum verstecken sie sich bloß so gut?
Ja sorry, bin die letzten Tage hier nicht gewesen, wir hatten unsere Infoveranstaltung "Mythos Eichhörnchen - gibt es sie wirklich?" im Wildwald, haben dann auch 2 Tage dort übernachtet (kein WLan, kein Internet, fließendes Wasser aus dem Brunnen und kein Strom ;-)) und haben dazu noch unsere letzten 4 Eichhörnchen im Auswilderungsgehege in die Freiheit gelassen - sehr bewegendes Wochenende, der Blog wird gerade "gefüttert" ....
@Marc diesen "Ausfall an Eichhörnchen" haben wir jedes Jahr auf dem Balkon auch, derzeit kein Hörnchen in Sicht. Wir dachten es lag an unserem Urlaub, aber auch da war die Versorgung mit Nüssen gewährleistet. Ich denke, sie sind derzeit alle unterwegs und holen sich sowohl die grünen Haselnüsse, als auch Walnüsse, vom Baum. Die Heckenrosen haben große, saftige Früchte, die Ahornbäume Samen und die Baumhaselbäume schmeißen auch die ersten Früchte auf die Straße, frisch ist nun mal leckerer als die Nüsse aus der Tüte ;-). Die kommen mit Sicherheit irgendwann wieder. Hatten wir jedes Jahr ... spätestens Ende September, wenn es auf den Winter zugeht, sollten sie sie sich wieder an die Futterstationen erinnern...
@Squirrel: Bist du auch mal zu unterschiedlichen Tageszeiten in dem Wald gewesen? Normalerweise kommen unsere Hörnchen morgens sehr früh (zwischen 6 und 7 Uhr) oder abends ab 18 Uhr. Das ist auch wetterabhängig; im Sommer, wenn es sehr heiß ist, meist noch früher oder noch später. Eichhörnchen können nicht schwitzen und verlieren ihre überschüssige Wärme nur über den Schwanz und die Pfoten, so dass sie die heißen Tagesstunden meiden. Hättest du denn die Möglichkeit dort eine Wildcam so aufzuhängen, dass man sie nicht sofort sieht? Dann wüsstest du zumindest, wer dir das Futter räubert ...
Viele Grüße aus dem hörnchenfreien Unna Swiffy
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
daß die Aktivität mal zu und mal abnimmt, beobachte ich jetzt seit rund einem Jahr, in dem ich jetzt Nüsse verteile und videographiere. letztes Jahr um diese Zeit etwa fing ich an, und sofort waren Eins und Zwei zur Stelle, und später, noch vor dem Dezember kam Drei, und dann noch drei weitere, also bewirtete ich zeitweise sechs Gäste. Über die Schneezeit ging die Aktivität immer wieder in den Keller, wo sie früher alle Stationen auch mal an einem Tag ratzekahl gemacht hatten, kamen sie jetzt nur alle 3, 4 Tage, und auch nur kurz, bevor sie wieder in ihren beheizten Kobeln verschwanden, nehme ich an. Nach der letzten Schneefront ließen sie sich etwas Zeit, meldeten sich aber alle zurück. Die drei letztgekommenen vom Jahr davor verschwanden dann eines nach dem anderen, und dieses Jahr blieben dann letztlich nur wieder Eins, Zwei und Drei, ich nenne sie die Residenten, weil sie langfristig hier gebunden schienen. Die sind jetzt aber seit bald drei Wochen alle drei verschwunden. Beim Joggen in einem nahen kleinen Waldgebeit geht es entlang rückwärtiger Gartenfronten von Einzelhausgrundstücken, gelegentlich sehe ich dort ein Hörnchen, obs eins von meinen ist, kann ich nicht sagen, ist auch etlich hundert Meter weit weg. Das Verschwinden "meiner" Hörnchen ist also ein lokales Phänomen hier in der unmittelbaren Nachbarschaft.
Ich habe die Nüsse gewechselt, meine Supermarktvorräte gingen zu Neige, obwohl ich gebunkert hatte. Ich bestellte Sackware, und habe sie auch geprüft, sie sind natürlich die alte Ernte, aber nur rund eine unter zwanzig Nüssen war trocken, oder faulig, das passiert mit Supermarktnüssen auch. Ich sitze hier auf 30+ Kilo Nüssen...
Darüber hinaus wissen wir ja, daß die Lebenserwartung von Hörnchen in freier Wildbahn leider sehr gering ist. Nicht einmal jedes zehnte Hörnchen schafft den dritten Geburtstag, nicht einmal jedes hundertste den fünften, nur jedes fünfte schafft das erste Jahr. Ich zähle Eins, Zwei und Drei (alias Kira, Taro und Sira) alle zum Geburtenjahrgang des letzjährigen Frühjahrs (Größe und Verhalten im letzten Sommer), sie sind jetzt also etwa eineinhalb Jahre alt.
Ich kenne das auch von Wellensittichen. man darf bei guter Käfighaltung 6-10 Jahr erwarten, in sehr seltenen fällen werden auch 15-20 Jahre erwähnt, aber das ist nicht die Regel und wirklich extremst selten. Aber in Australien in den großen freilebenden Schwärmen schaffen die allermeisten Tieree nicht einmal ein Jahr. Einmal brüten, das wars. Viele sterben an Entkräftung durch den ständigen Stress des - sehr hektischen - Schwarmlebens. Sciurus Vulgaris kann bei guter Hege und Pflege in Gefangenschaft 8-12 Jahre schaffen, ganz ganz selten hört man auch mal 14, 15 Jahre, aber das ist sehr selten. Freilebende Hörnchen allerdings schaffen nur einen Bruchteil dieser Fristen. 2-3 Jahre, das wars für die meisten derjenigen, die das erste Jahr geschafft haben.
Tja, leider ist die Natur alles andere als ein romantisches Plätzchen. Sie ist ein Schlachthaus. Das kann man leicht vergessen. Ich habe vor einer Stunde die neuesten Kameradaten raufgeholt, wieder nix. Ich nehme die Nusstüten gar nicht mehr mit runter, nur Wasser. Morgen gehts auf Tagestour ins Osnabrücker Land. Vielleicht läuft mir da ja ein Hörnchen zu, 150km Tagespensum wären eigentlich Gelegenheit genug...
Erleichterung! Zwei sind wieder da, und angesichts der hellen Schwanzspitze des einen und seinem robusten, dominanten Auftretens bin ich mir sehr sicher, daß es sich um das allererste Tier, Kira, handelt. Mit von der Partie ist auch ein etwas dunkleres Hörnchen, das umsichtiger, vorsichtiger agiert, aber nicht angstlich, vom Verhalten her würde es zu einem anderen Altresidenten, Taro, passen, aber sicher kann ich da nicht sein, durch die Fellwechsle haben sich die Tiere in ihrem Ausehen verändert. Vor zwei Tagen waren sie plötzlich beide zeitgleich wieder da und fingen sofort an, alle Futterstellen leerzuräumen, die da noch etwas vereinsamt aber gefüllt herumhingen. Weiß der Geier, was sie die letzten zehn Wochen getrieben haben, aber sie sehen prächtig aus, die Schwänze sind irre buschig und dicht, die Körperfelle sind tadellos, und der Gesamteindruck vermittelt, daß sie vor Kraft kaum laufne können, sie scheinen in vorzüglicher Verfassung zu sein und vor Wohlbefindlichkeit zu strotzen. Vielleicht gibt es noch einen weitere Eichhörnchenfreund im Viertel und er hat ihnen Bodybuildernahrung verpasst... Ich habe vor Wochen zuletzt die Futterstellen ausgewechselt und mußte das Befüllen jetzt erst mal wieder neu lernen. :) Sie räubern, was sie kriegen können, und verweilen nicht, wie früher, zum Fressen vor Ort. Phasenweise kommen sie im 30 Sekunden-Takt. Irre! Zack und rein, Zack und Schnapp, Zack und weg! Etwa 500 gramm Wal- und Haselnüsse pro Tag, den dritten Tag in Folge. Kein schlechtes Pensum für nur zwei Tiere.
Die Kapokbox wird zwar verwüstet, aber nicht genutzt. Weiche Naturwolle scheinen sie also nicht zu verwenden.
Das fiel mir schon früher auf: ich glaube nicht mehr so recht daran, das Sciurus Vulgaris stets und immer ein Einzelgänger ist, ich glaube, es kommen Ausnahmen vor, daß sie lang währende lockere Verbände, Paare, Allianzen, Freundschaften oder was auch immer bilden, zumindest einige Tiere. Kira und Taro sind jetzt schon seit letztem Jahr auffällig häufig gemeinsam unterwegs, wo der eine ist, ist der andere nicht fern, sie verschwanden beide zeitgleich, und tauchen jetzt zeitgleich wieder auf. Dabei fauchen sie sich durchaus auch gegenseitig an, wenn sie sich zu nahe kommen, wobei die Aggression so gut wie immer von Kira ausgeht, also Händchenhalten tun sie nicht, aber sie scheinen irgendwie gemeinsam auf Achse zu sein. Vielleicht will Kira diese Cliquenbildung gar nicht, aber er/sie wird Taro einfach nicht los :) Diese schottische Tierfilmerin, Dani Connor, sagte in einem ihrem Hörnchenfilme, auch sie habe den Eindruck, daß wir mit der Ansicht, die Tiere seien stets und ausschließlich Einzelgänger, möglicherweise auf dem Holzweg sind, in ihrem Schwedenfilm war das. Auch dort hatten zwei oder drei Hörnchen eine jahrelang währende Allianz gebildet.
Die anderen vier Hörnchen sind allerdings nach wie vor vermisst.
Jedenfalls freue ich mich. Diese beiden zumindest leben noch. Ich tu das meine, um sie über ihren zweiten Winter zu bringen, ist ja klar. Leider habe ich dieses Jahr auch schon vier festgeklebte Eichhörnchen-Spreadings auf der Strasse sehen dürfen, vielleicht weil ich sensibilisiert bin und mir heute auffällt, was ich früher übersehen habe. Drei Igel kämen noch dazu.
Habe ich doch geschrieben, die kommen wieder Brownie saß am Donnerstag in aller Seelenruhe im Wohnzimmer und hat unser Walnuss-, Maiskolben-, Baumhaseltrocknungslager begutachtet. Allein Rosty und Knetschi sind bisher nicht zurückgekommen; bei Rosty bin ich mir ziemlich sicher, dass ich ihn vor ein paar Wochen an der Feuerwache von der Straße gekratzt habe, ich denke es hat ihn erwischt. Wir sind ja jetzt schon länger im Hörnchengeschäft und ich habe noch nie so viele Eichhörnchen tot von der Straße geholt wie dieses Jahr, noch nie, es sind auf jeden Fall mehr als 30!
Swiffy
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
Meine Fresse... Theoretisch zu wissen, daß es da draußen ein Gemetzel hat, ist eine Sache, es aber selbst ansichtig zu erleben, ist nochmal was anderes. Da mag man seine Schützlinge ja gar nicht mehr gehen lassen...
Nach der langen Abwesenheit tun Kira und Taro - ich bin mir sehr sicher, daß sie es sind - so, als ob sie nie weg gewesen wären, und gestern, bei all dem Regen und dem Sturm, haben sie trotzdem den ganezn Tag über Beute gemacht und abgeschleppt, daß ich mir die Augen heute morgen gerieben habe, als ich es auf Video sah. Die Kamera filmt 80 Sekunden, wenn sie auslöst, und ein Tier bringt es fertig, in diesen 80 Sekunden bis zu vier Nüssen wegzuschaffen. Irre.
Und da man das zu dieser Zeit wieder gut sehen kann - beide Tiere sind Eichkater, das wäre dann ein für alle Mal geklärt, sofern ich noch Zweifel hatte.
Die Ohrpüschel wachsen, und beide sind Simultanwerker, wenn der eine anrückt, hat er den anderen im Schlepptau. Sie verjagen sich gegenseitig nur, wenn ihre Bewegungswege sie so führen, daß sie einen gewissen Abstand unterschreiten, das finden sie nicht so tolle. Wenn das nicht geschieht, tolerieren sich sich, der eine mag fressen, und einen halben Meter weiter ist der andere am Nusswegschaffen. Sie erscheinen gemeinsam - zeitnah zueinander - zum Dienst, und beenden ihn auch gemeinsam. Ich bin mir inzwischen sehr sicher, daß die beiden sich irgendwie zusammengetan haben. Wäre kein Bißchen überascht, wenn sie sich den Schlafkobel teilen und sich gegenseitig wärmen. Wer weiß, vielleicht sind sie Brüder. Sie wurden definitiv beide letztes Jahr geboren, beide waren letztes Jahr sichtbar kleiner und zierlicher, auch in ihrem Winterfell.
Das Schöne ist, ich werde meine großen alten Nussvorräte doch noch los, und die beiden wirken kerngesund und sehr stark.
Daß sie bei dem erbärmlichen Sauwetter und heftigen Wind gestern einfach weitermachten, überrascht mich. Sie waren sichtbar zerruft und nass.
Hallo Marc, es freut mich, daß zwei Deiner Hörnchen wieder da sind. Es ist schon etwas seltsam, daß sie so lange weggeblieben sind und jetzt diese Unmengen an Nüssen abschleppen. Und vor allen Dingen ist es gut, daß sie so gesund und fit aussehen. Ich hoffe, daß wir dann baldauch wieder ein Video von Dir sehen können. Ich möchte Dich etwas zu Deinen Futterkästen fragen, und zwar wie und wie oft Du diese reinigst. Welches Reinigungsmittel nimmst Du und machst Du das an Ort und Stelle oder nimmst Du die Kästen dafür ab und machst es in der Wohnung? Muß man die Kästen auch desinfizieren? Ich habe gelesen, daß man dafür ein mildes Desinfektionsmittel nehmen kann, z. B. eins für Vogelkäfige. Ich bin immer noch nicht ganz fertig mit dem Lasieren unseres Futterhäuschens, aber ich hoffe, daß wir es bald im Garten aufhängen können. Übrigens, zu der jungen Wildtierfotografin, Dani Connor (sie ist gerademal 20 Jahre alt), habe ich folgendes gelesen: Sie hat auf Twitter geschrieben, daß ihr Vater Engländer und ihre Mutter Russin ist, und in einem Zeitungsartikel über sie stand, daß sie aus Wimbledon in England stammt. Sie ist also keine Schottin. Wenn ich sie in ihren Videokommentaren sprechen höre, kann ich auch keinerlei schottischen Akzent feststellen. Wie Du schreibst, spricht Dani Connor In ihrem Schwedenfilm „The Squirrels and Me“ davon, daß die beiden Geschwisterbabies „Baby Pear“ und „Cheburashka“ (das sie nach einer bekannten russischen Zeichentrickfigur benannt hat) schon als Babies immer zusammen waren und später, als sie im Winter nach Schweden zurückkehrt, findet sie auch wieder beide zusammen, immer noch befreundet oder in einer Beziehung zueinander stehend - zwar nicht mehr in dem Wald, wo sie geboren wurden, sondern ganz in der Nähe des Hauses, in dem sie während ihres Schwedenaufenthalts wohnt. Sie ist auch davon überzeugt, daß die Hörnchen sich an sie erinnern und sie oder ihre Stimme wiedererkennen.
Weggebliebenen Eichhörnchen, die hatte ich auch mal aber nur für ein paar Tage. Da hat unsere Hausverwaltung einen dicken Ast entfernen lassen, der praktisch schon auf dem Dach lag und den die Hörnchen als Eichhörnchenrennbahn benutzt hatten um auf das Dach zu kommen. Nach ein paar Tagen waren sie wieder bei mir auf dem Balkon zum futtern, jetzt springen sie auf das Dach.
Eigentlich wollte ich ja im Frühling oder Sommer mit dem füttern aufhören, wenn die Eichhörnchen draußen genug Futter finden. Aber da standen sie doch tatsächlich mit ihren Pfötchen bei mir an der Scheibe der Balkontür und schauten ins Zimmer und Zack schon war ich wieder auf dem Weg zum Supermarkt um Nüsse zu kaufen. Anscheinend wissen sie genau, wie sich mich rum kriegen 😉 😁
Kastensäuberung, also, die beiden Kästen sind jetzt mit Gartendraht am Baum festgemacht, können also relativ problemlos an- und abmontiert werden. Die Bohrungen im Boden habe ich vergrößert, um bessere Durchlüftung am Boden zu erreichen. Einmal im Vierteljahr nehme ich sie ab, schüttele sie aus, und entferne verstopfendes organisches Material aus den Bodenlöchern.
2-3 Mal im Monat sprühe ich die Sitzflächen vor den Luken und die Deckel mit einem Oberflächendesinfektionsmittel auf Alkohlbasis ein, das als auch anti-virus-wirksam ausgewiesen ist. Da der Wirkstoff Alkohol ist und keine weitere Chemie enthält, sollte nach dem Trocknen nichts zurückgeblieben sein, daß den zarten Fußballen der Hörnchen schaden oder sie ätzen konnte. Das Mittel ist derzeit eines von Sagrotan, weil es billig zu kriegen war, und es ist im Lebensmittelbereich und für die Küche zugelassen. Mittel mit Chlor, anderer Chemie usw würde ich meiden. Ich sprühe so reichlich, daß für ein paar Minuten Pfützen entstehen, und wenn ich mit der Bestückung aller Futterstellen fertig bin, tupfe ich den Rest mit Krepp ab. Diese Reinigung ist dringend empfohlen, weil die Meisen eben auch häufig mal was liegen lassen, wenn sie die Kästen prüfen. Deshalb wechsle ich auch die Wasserstelle häufig. Irgendwie lieben Vögel es, sich immer in die Wasserstelle zu entleeren. Schmutzige Viecher.
Für Fugen, Löcher und Ritzen eignen sich ausgediente Zahnbürsten, und Pfeifenreiniger.
Ich sollte noch sagen, daß ich die Futterkästen mit Holzlasur behandelt habe, da es keine Kobel sind, in die der Nachwuchs gelangweilt reinbeißen würde. Daher sehe ich keine Gefahr der Vergiftung. Kobelholz würde ich niemals mit üblicher Holzlasur behandeln, die Gefahr, daß der gelangweilte Nachwuchs seine Zähne an der Wand der Behausung ausprobiert, wäre viel zu groß. Die Holzlasur verhindert, daß das Holz Feuchtigkeit aufnimmt. Sprühdesinfektion bildet daher leichter eine Pfütze, die aber nicht ins Holz eindringt. Ich denke, hygienisch ist das mit Oberflächenversiegelung alles besser so. Nur bei Kobeln sollte man es anders machen.
Die Spiralhalter für Meisenknödel kann ich übrigens nur empfehlen, funktionieren hervorragend - wenn Hörnchen erst mal kapiert hat, wie sie "funktionieren". Nämlich daß man nur von oben drankommt...
Und Videos, sagst Du. Es gibt noch ein paar Videoreste vom Juli, die ich unlängst als kleines Filmchen zusammengeklebt habe ("Fftonk...!"), zwei Hörnchen die sich mal vertragen und mal verjagen, davor und aus dem selben Zeitabschnitt auch "Hörnchen wird patzig!" Ist frei auf dem Kanal zu finden, nur die Fahrradtourenvideos sind weggeschlossen und die gebe ich nur auf Anfrage ab, wegen der bösen Abmahnanwälte. Ist ja alles verbotenverbotenverboten im superkorrekten Deutschland. Ich habe viele Kontake im Ausland. Die zeigen mir und uns Deutschen inzwischen regelmäßig einen Vogel mit unserer ganzen politisch korrekten Reguliererei. Zur Zeit habe ich aber trotzdem zwei Münstervideos frei stehen. "Essen holen" ist wirklich klasse!
Zitat von ardilla im Beitrag #191 Eigentlich wollte ich ja im Frühling oder Sommer mit dem füttern aufhören, wenn die Eichhörnchen draußen genug Futter finden.
Eichhörnchen kannst Du ruhig ganzjährig durchfüttern, und Vögel übrigens auch, wenn Du willst (mußt nur beachten, daß je nach Jahreszeit und Brutzeit mal mehr Fett- und mal mehr Proteinfutter nötig ist). Das ist ein alter Religionsstreit, den manche Leute da immer noch austragen, aber ich finde, diejenigen, die das verteidigen und darauf hinweisen, daß der Mensch in seinen DIN- und Normgärten die pflanzliche Artenvielfalt immer weiter einschränkt und damit auch Unterkunfts- und Nahrungsangebote limitiert, haben die wesentlich stärkeren Argument.
Okay, Wildschweine in Berlin ist dann nochmal was anderes. Was ganz anderes... Habe mal zehn Jahre dort gelebt als Teenager, früher, und da wurde das Problem schon absehbar ...
Persönlich füttere ich Eichhörnchen nicht aus Naturschutz- oder Artenschutzgründen, sondern aus Freude am Tun und Hobby, und Zuneigung zu der jeweils einzelnen individuellen Kreatur. Sciurus Vulgaris wird zwar wohl weitgehende aus Mittel- und Südeuropa verschwinden in diesem Jahrhundert, fürchte ich, aber das bedeutet, es wird nach Osten abwandern, nicht unbedingt, daß es ausstirbt. Dem Populationsdruck der Grauen aus Italien ist es einfach nicht gewachsen, und die Baumumforstungen der nächsten Jahrzehnte bedeuten große Vorteile für die Grauen und nur Nachteile für die Roten. Leider. Murphies Law besagt, daß alles, was passieren könnte, auch passieren wird, wenn man nur lange genug wartet, ich denke daher, daß auch früher oder später das Squirrelpox-virus aus England auf den Kontinent gelangen wird, vielleicht sogar durch mutwilligem Vorsatz, es gibt genügend A.L. da draußen, die die Welt brennen sehen wollen. Dann wirds wirklich haarig für unsere Roten.
Dann wollen wir doch mal hoffen, das sich Deine Prophezeiung nicht so schnell erfüllt und wir uns noch lange an den europäischen Eichhörnchen erfreuen können.🐿 Meinen kleinen Beitrag will ich gerne dazu leisten und für den Nachschub an Futter sorgen. Für die Vögel fällt natürlich auch immer etwas ab.
Ich hätte mir auch nie träumen lassen, das ich mal vor der offenen Balkonür sitze und die Eichhörnchen beobachte, die praktisch direkt vor mir herum turnen. zu dem Zeitpunkt brauche ich dann auch kein Fersehprogramm.
Wir haben immer die Fühler zu diversen Päppelstationen in Bayern ausgestreckt. Es kommen derzeit wieder vermehrt Anrufe, weil "graue" Hörnchen ankommen, sind aber bisher alles europäische Hörnchen mit "grauem Einschlag" :-)
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
Dieser Beitrag verstößt gegen die Netiquette des Forums.
{[userwarning_empty_error]}
Es wird der oben genannte Grund verwendet. Klicken Sie hier, um den Inhalt der privaten Nachricht anzupassen
Legen Sie hier den Inhalt der PN-Benachrichtigung fest.
Hinweis: Dieses Mitglied wurde bereits 4 Mal verwarnt. Bei einer weiteren Verwarnung wird das Mitglied automatisch gesperrt.
Foren Spende
Hallo !
Wir hoffen, dass dir unser Forum gefällt und du dich hier genauso wohlfühlst wie wir.
Wenn du uns bei der Erhaltung des Forums unterstützen möchtest, kannst du mit Hilfe einer kleinen Spende dazu beitragen,
den weiteren Betrieb zu finanzieren.