Die Besuchsfrequenz hat in den letzten 7-10 Tagen spürbar nachgelassen. Ich vermute, daß sich der Ernährungsfokus in dieser Zeit des Jahres vermehrt auf frisches Grünzeug, Triebe und dergleichen verschoben hat. Alle fünf Hörnchen kommen immer wieder mal vorbei, und fast jeden Tag gibt es auch Aktivität, aber es ist kein vergleich zu den übertrieben verfressenen Tagen vor noch nicht allzulanger Zeit, als noch nicht so viel Grün sproß und mir die Tiere zwei Tüten Nüffe in zwei Tagen weggetragen haben - die letzte Woche reichten besagte zwei Tüten für die ganze Woche, und zwar dicke.
Der Fellproblematiker kommt derzeit auch weniger, aber gelegentlich. Die großen Kahlstellen an beiden Schultern und am Schwanzanstz haben deutlich sichtbar Flaum im Zentrum angesetzt, der langsam zu den Rändenr zuzuwachsen scheint, und die neugebildeten kleineren Nacktstellen scheinen nicht so schnell voranzukommen, wie das bei den drei großen ersten Flecken noch der Fall war. Ich weiß nicht, ob da ein kausaler Zusammenhang mit meinem drogenverseuchten Trinkwasser besteht oder nicht, ich registriere aber natürlich die zeitliche Koinzidenz. Ich führe das bis Ende Mai weiter und beende es dann. Das Tier macht sich allerdings jetzt rar. Vielleicht weil die niedrigen Temperaturen und das bis vor kurzem feuchte Wetter ihm zu schaffen machten mit seiner noch nackten Haut. Vielleicht wandert er aber auch ab, wer weiß.
Das Fressverhalten an der Futterstelle hat sich im Laufe der letzten sechs Monate sichtlich geändert, bei allen Tieren. Die Tiere zeigen durchaus nicht alle gleichzeitig gleiches Fressverhalten, aber sie sie ändern es innerhalb ihres persönlichen Musters. Tiere, die im Herbst viel vor Ort fraßen und wenig wegtrugen, tun es jetzt genau anders herum. Tiere die viel sammelten, fressen jetzt mehr vor Ort. Generell ist die Verweildauer, scheint mir, aber gefallen. Ich schiebe das auf den Nahrungsüberfluß derzeit, die wissen möglicherweise ja gar nicht, wo sie zuerst mit Fressen anfangen sollen.
Das Hektikerhörnchen ist immer noch hektisch, es springt viel zwischen den einzelnen Nuffangeboten hin und her und schnüffelt wie wild und viel und hektisch, aber nimmt nur allerseltenst eine Nuff, und verdrückt sich statt dessen zumeist, ohne irgendetwas verspeist oder gesammelt zu haben, der Abzug erfolgt zumeist genauso hektisch und fix wie das Eintreffen. Komischer Vogel. Meine Nüffe sind ihm wohl nicht gut genug. Beschnüffelt und für nicht wohlduftend genug befunden.
Ich plane, die Box mit Kapokwolle mit heuähnlichem Material zu befüllen, nachdem ich den Livestream aus Förde gesehe habe und den Koble begutachten konnte, das ist ja mitnichten alles kuschelweiches Zeug, sondern kratziges trockenes Gras und Äste. Möglicherweise ist ihnen das Kapok einfach zu weich und faserig, nicht robust genug? Oder sie finden genug eigenes Zeug da draußen. Wenn sie doch nur mal anrufen würden, dann könnte ich sie beraten.
Das Grundgerüst eines Kobels besteht immer aus einem Zweigengeflecht, ähnlich wie bei Vögeln, insbesondere Elstern. Danach erfolgt die Auspolsterung des Kobels (die Wand eines Winterkobels ist bis zu 7cm dicht); wir haben jetzt unseren Neuen im Auswilderungsgehege ausquartierten Hörnchen die Naturwolle, getrocknetes Moos und Blätter reingetan, nichtsdestotrotz mussen wir heute morgen feststellen, dass sie trotzdem noch kleine Zweige in den Kobel tragen. Sie haben ihre eigene Vorstellung wie das aussehen soll. Wir werden deshalb unseren Naturwollebehälter vom Balkon in den Wildwald verfrachten (und für die Singvögel, die sich daran bedienen einen neuen bauen) und mit Naturwolle, Moos, getrockneten Blättern bestücken. Wir verwenden das hier:
Wahnsinn, nachdem er sich zuletzt wieder etwas rar gemacht hat und nur gelegentlich zum Saufen von dem "vergifteten" Wasser kam, aber nicht fraß, hat sich der Fellproblematiker irre bekrabbelt. Die großen Nacktstellen sind alle wieder mit grauem Flaum bedeckt, und jetzt wächst das Deckhaar durch, das bereits die Sommerfarbe (heller) hat, während er ansonsten noch ein trüberes, dunkleres Winterfell trägt - er sieht aus wie eine Hörnchenkuh. Ich gönne mir den Luxus und bilde mir mal ein, daß mein Wasser was damit zu tun hat, das macht mir ein gutes Gefühl im Gemüt und somit ein angenehmes Wochenende.
Ich habe allerdings auch den Eindruck, daß ich langfristig von zwei der fünf Gäste Abschied nehmen muß, vielleicht, ist nur so ein Gefühl, aber zweie, darunter der Fellproblematiker, machen sich immer rarer und sind vielleicht bereits "umgezogen", weiter weg, sodaß ihre Wege sie nur noch selten hierher führen, während die drei anderen doch regelmäßig kommen. Ich nehme an, die drei Loyalisten sind die ersten beiden, und die dann dazugekommene Nummer Drei, denn die Tiere haben ihr Erscheinungsbild in den letzten sieben Monaten doch so nachhaltig verändert (Fellfarben), daß ich sie nicht mehr zuverlässig auseianderhalten kann, auch ihr Verhalten variiert (in dem Buch von Bosch&Lurz heißt es ja auch, daß zwar ein Tier an einer Futterstelle dominant werden kann (Kira...), daß diese Rolle aber relativ schnell wechselt). Ich habe die drei Spiralhalter mal noch etwas weiter auseinandergesetzt, nicht viel, aber was eben möglich war, um neuerliche Rivalitäten unwahrscheinlicher zu machen. Wenn alle Stellen gut befüllt sind und eine gewisse Mindestdistanz nicht unterschritten wird, reagieren die Hörnchen zwar mit Hab-Acht aufeinander, tun sich aber nicht notwendigerweise in jedem Fall gegenseitig verjagen, besonders, wenn das dominante Tier bereits am Fressen ist und eine offene Nuff in der Mache hat, wenn der zweite kommt und auf eine Seitenfiliale ausweicht.
Ich werde versuchsweise die Kapokwollbox in eine Frischfutterstation umwandeln, noch mal schauen, was geht, aber grundsätzlich bin ich da pessimistisch. Einer meiner Pappe heimer verschmäht ja sogar systematisch Haselnüffe, und wenn er keine Wals findet, zieht er unverrichteter Dinge wieder ab, dieser verwöhnte Schnösel. Ich seh mich schon in einer fernen Zukunft 12m weit den Baum hochklettern und ihnen das Essen an den Kobel bringen...
Zitat von Marc im Beitrag #169Ich seh mich schon in einer fernen Zukunft 12m weit den Baum hochklettern und ihnen das Essen an den Kobel bringen...augenbraue]
Dann sag aber bitte vorher Bescheid, dann stehen wir mit der Kameraausrüstung da ...
Wenn wir so nebenbei im Wohnzimmer bei unseren verschreckten Eichhörnchen stehen, dann sehen wir auch Brownie und Rosty, unseren Knetschi haben wir leider schon seit ein paar Wochen nicht mehr gesehen. Wir hoffen noch, aber 2 Hörnchen sind ja nicht schlecht. Witzig ist immer, wenn die Hörnchen "außen" von den Hörnchen "innen" entdeckt werden, wildes "Getschucke", "Erkennen", "Schwanzwedeln", naja nur hinterher können sie nicht ...
LG Swiffy
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
Das wusste ich noch nicht: daß Buntspechte auch Nüsse knacken, fressen. Einen solchen Nussdieb kann ich jetzt regelmäßig beobachten. Er hat außerdem angefangen, die Aufhängung einer der Boxen nach Spechtart zu bearbeiten: 10% des Holzmaterials sind weggehackt. Das macht er noch ein paar Mal, dann kann ich mir mit der Aufhängung ernsthaft Gedanken machen... Was findet er nur daran...
Zur Zeit sind drei Hörnchen regelmäßige Gäste, und ich glaube darunter sind die beiden ersten vom letzten Jahr, Kira und Taro, das Verhalten von Kira, dominant und leicht reizbar, passt, auch die wieder helle Fellfabre mit Schwanz und Rumpf von gleicher Färbung, auch taro meine ich, optisch wiederzuerkennen. Im Winterdress war das bei allen Tieren etwas schwierig, beide Tiere haben jetzt aberh wieder die passenden Sommerklamotten an, jetzt, wo der Fellwechsel fast oder ganz abgeschlossen ist. Es gibt auch keine OPhrpüschel mehr, und die Schwönze wurdne generalüberholt, glaube ich. Bei Hörnchen Nummer drei ist der Schwanz noch ein erbarmungswürdiger Fetzen, da ist der Fellwechsel noch in vollem Gange. Eines von den dreien ist auch ein täglicher Trinker an der Wasserstelle, manchmal sogar zweimal am Tag, jetzt, wo es heiß ist. Ich glaube, das ist Taro.
Der Fellproblematiker hat sich völlig auskuriert, und machte sich dann rar, ist entweder abgewandert, oder umgekommen.
Taro und das dritte Hörnchen sind anscheinend Gelegenheits-Alliierte, sie tolerieren sich gegenseitig, und tauchen oft in lockerem Paarverbund auf. Sie verjagen sich nicht so unverhohlen böse wie andere Tiere, ihre Hatzen haben etwas eher Spielerisches, Leichtes, und halten nie länger als nur zwei, drei Meter an. Man gönnt sich auch gegenseitig das Futter, wenn alle Futterstellen gefüllt sind. Sogar ein schnelles Durchwandern der eigenen Sicherheitszone wird toleriert: wenn man das mit Kira machte, würde sofort der Krieg ausbrechen.
Ich habe den Eindruck, daß das Diktum, sciurus vulgaris sei immer ein Einzelgänger, nicht in Stein gemeißelt ist. Gelegenheit macht Alliierte, glaube ich.
Nach so vielen Monaten Beobachtung aus 1-3m Entfernung (Abstand Filmkamera zu den Futterplätzen), kann ich deutliche Charakter- und Verhaltensunterschiede zwischen den Tieren erkennen. Erstaunlich, wie individuell sie tatsächlich sind. Inclusive "spleens".
Keine Spuren von Jungtieren, however.
Versuche mit Melone, Beeren, und Sonnenblumenkerne sind erneut samt und sonders gescheitert, auch Honigklekse auf den Beeren: ekelhaft, anscheinend. Ums Verrecken nichts anderes als Hasels und Wals. Nur das Wasser wird genommen.
Unglaubliche Vorgänge im hiesigen Garten! Nachdem 8 Monate lang so getan wurde, als gäbe es sie nicht, hat sich Taro gestern und heute mit einem Mal über die Sonnenblummenkerne hergemacht, als gäbe nur noch diese, und blieb, bis auch der letzte Kern umgebracht war - das heißt, sozusagen stundenlang. Pause gemacht wurde nur für den Gang zur Wasserschale, um einen tiefen Trunk zu tun, dann ging das Massaker in den Saaten weiter. Gestern wie bislang heute hat er dabei ein Volumen verputzt, das dem von zwei geballten Kinderfäusten entspricht. Kira und Nummer Drei haben kein Interesse, aber Taro verschmäht derzeit sogar sämtliche Nüsse.
Ich verstehe meine Hörnchen einfach nicht. Alles Extremisten.
Morgen mogle ich ein paar geschälte Bucheckern mit in die Kerne. Mal sehen, ob er sich betuppen läßt. Oder auf den Geschmack bringen. Ich werde ausnahmsweise auch ein paar geschälte naturbelasse Erdnusshälften mit rein tun. Vielleicht sogar ein, zwei Tropfen geröstetes Sesamöl, als Notmaßnahme, weil es so intensiv nussig duftet.
Der glaubt wohl ich richte ihm bald einen Präsidentensalat an...?
Sonnenblumenkerne gehen bei uns derzeit auch in großen Mengen, Wal- und Haselnüsse werden, wenn sie für die "Minis" nicht angeknackt sind, alle versteckt. Bucheckern habe ich im Versand leider nicht mehr bekommen, die sind aus, da werden wir uns dieses Jahr einen größeren Vorrat anlegen oder selbst verstärkt sammeln müssen.
Zu den Erdnüssen äußere ich mich natürlich nicht, hinlänglich alles geschrieben ...
Hörnchen, die so nah, auch beim Fressen beieinander bleiben, sollen angeblich im Paarungsverhalten oder "verwandt" miteinander sein. Aber alles "hörensagen". Und ja, Wasser ist jetzt wirklich unglaublich wichtig. Leider trocknen auch die flachen Wasserschalen, die die Eichhörnchen, Igel und auch Wildvögel benötigen, sehr schnell aus, da muss man schon täglich 2-3x nachfüllen.
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
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Sagte ich Bucheckern? Ich meinte Buchweizen. Buchweizen und Co gibt es noch in jedem DM und Bioladen, in kleineren Mengen, als Leckerli, nicht kiloweise.
Hasel- und Walnüsse sind im Supermarkt wieder Mangelware. Ich habe mal von beidem jeweils 10 Kilo im Internet bestellt, Amazon und Ebay. Preislich tat sich das nichts im Vergleich zu Kleintüten im Supermarkt. Sind schöne kleine Walnüsse, wie Hörnchen sie eher lieben, darauf hatte der Anbieter sogar extra hingewiesen.
Neue Ernte im September/Oktober. Schätze ich werde sicherheitshalber nochmal bestellen, auch wenn ich neben den Großvorräten auch noch 20 kleine Tüten habe. Denn eins ist klar: Pizza fressen sie nicht, da kann ich Pizza noch so gut können...
Wasserwechsel hier alle zwei Tage, keine Gefahr, kein Mangel, trotz der Temperaturen. Weils alles im dunklen Baum hängt.
Ach ja, eines der Hörnchen liebt es seit Neuestem, zu baden. Wenn es in der Nähe der Wasserschale ist, macht es fast immer einen Abstecher und läßt mal kurz den Hintern durch die kühle Flut schwenken. Keine Ausscheidung, kein Triunken. Nur mal kurz baden. Verrückte Hörnchenbande. Jeder hat seinen Hau.
Kira wird patzig. Nachdem die drei verbleibenden Alteingesessenen hier (Nummer 4 bis 6 sind anscheinend abgewandert, entweder in ein anderes Revier oder in die ewigen Jagdgründe) die letzte Zeit recht manierlich miteinander auskamen und sich auch gegenseitig einen Platz am Buffet gönnten, wenn Sicherheitsabstände nicht unterschritten wurden, motzt er seit einiger Zeit schon aus Prinzip rum und geht wie früher auf alles los was bei Drei nicht vom Baum ist. Der Unterschied zu letztem Herbst ist, daß die beiden anderen sich das nicht mehr so ohne weiteres gefallen lassen und ihn auch mal wie selbstverständlich eine zeitlang ignorieren, bevor sie das Feld räumen - oder auch nicht. Das schmeck ihm gar nicht. Heute vormittag gab es zwei heftige Kämpfe mit Gerangel, was ich zufällig vom Balkon aus beobachten konnte, da ging es ganz schön zur Sache, das war nicht mehr nur Ringelreih immer um den Baum rum, das war bissiger Ernst, anscheinend, leider hatte die Kamera da aber leere Batterien. Doof.
Witzig, wie laut diese Winzlinge werden können, ich hab sie schon bis rauf in meine Wohnung maunzen gehört, das hört man auch nicht alle Tage. Witzig auch, wie aus einem niedlichen süssen Eichhörnchen auch optisch ein Ausbund an Biestigkeit werden kann, nur indem es die Ohren anfaltet und die Vorderpfoten eigentümlich hängen läßt. Ausgesprochen kratzbürstig.
Inzwischen weiß ich, daß sie alle drei Sonnenblumenkerne fressen: Taro zusätzlich zu ausliegenden Nüssen, die beiden anderen aber nur, wenn es nix anderes mehr gibt, also in Ab wesneheit jeglicher Nüsse. Erste Wahl sind sie nicht. Immerhin, da wird es sich auch mal für längere Zeit in den Boxen bequem gemacht. Feeder squatters, sozusagen. So weiß ich aber, wenn ich es mal versemmle und keine Nüsse habe und die neue Ernte noch nicht da ist, kann ich sie doch auf Saaten setzen, bevor sie gar nix kriegen, nehmen sie Sonnenblumenkerne anscheinend doch. Wählerisch sind sie halt. Sehr.
Irrsinnig viele Krähen dieses Jahr, auffällig viele, wirklich, jeden Morgen fällt hier ein Schwarm ein wie Stare. Ich wohne hier seit über 20 Jahren, aber das hatten wir so noch nicht. Dach und Giebel sind ab 5 Uhr morgens schwarz mit Krähen, wie in Hitchcocks altem Film, und ist ein richtiger Lärm. Ist gruselig, und ich denke da manchmal schon: wenn das mal gut geht für die Hörnchen. Es sind viele Jungvögel dabei. Die Nuffbars ignorieren sie, nur zwei Spechte bedienen sich da regelmäßig, und nach wie vor eine Maus.
Hallo Marc, das sind schon ordentliche Revierkämpfe, die du bei dir hast, aber alle auf dem Video sehen gut genährt aus, dank deiner Fürsorge :-)
Und ja, sie können richtig Lärm machen. Wenn wir an unserer Auswilderungsvoliere im Wildwald sind "tschukt" es oberhalb in den Bäumen, obwohl die Hörnchen sich kennen und uns kennen, richtig Getöse. An der Futterstation ist "noch" relative Ruhe, da wird auch mal gewartet, bis die Futterstation "frei" ist. Die Außenfutterstation ist definitiv zu klein konzipiert und hat nur einen Eingang (was per se doof ist, da ein darinsitzendes Tier nicht flüchten kann, steht deshalb auf der Liste für das Spätjahr, wenn das Gehege "hörnchenfrei" ist). Leider haben wir gestern auch am frühen Abend einen Marder dort rumlaufen sehen. Ich habe noch nie einen Marder in freier Wildbahn "rumlaufen" sehen. Er machte für mich aber keinen guten Eindruck, er war recht langsam unterwegs, ich hoffe nicht, weil sein Magen gefüllt war :-(. Aber wir wissen alle, das ist Natur ...
Ja, das mit den Krähen kann ich in Unna auch nur bestätigen. Wir hatten sonst nie Krähen und jetzt sind plötzlich auch 2 da, sehr große Tiere ....
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
Ja, gesund und gekräftigt wirken sie alle wie sie kommen. Ich frage mich, ob es bei den Kämpfen vielleicht um eine zweite Brutperiode der Weibchen geht, denn das Futterangebot ist üppig und in zurückliegenden Wochen kamen sie alle recht einträglich miteiander aus. Warum jetzt plötzlich der Zoff?
Die drei Hörnchen sind Kira (hell), Taro (dunkler), und Struppi (zu erkennen an dem etwas zerzaust wirkenden Schwanz). interessant, daß auch Struppi zu Angriffen übergeht, nicht nur Kira macht Rabbatz. Taro hingegen wirkt immer sehr in sich ruhend, und wenn er das Feld mal räumt, dann nach seinen zeitlichen Planungen und zu seinen Bedingungen. Er wirkt wirklich sehr gelassen. Kira traut sich auch nicht, ihn direkt physisch anzugehen, es sind fast immer Kira und Struppi, die sich zoffen.
Noch vor Kurzem hat es eine Kombi gegeben aus zwei nicht eindeutig identifizierten Hörnchen, die sehr einvernehmlich und in Allianzbildung gemeinsam kamen und gingen. Vielleicht sind das zwei der Tiere, die jetzt nicht mehr kommen, und vielleicht war es ein Päarchen. Für einige Zeit dulden die Weibchen ja den werdenden Kindsvater in ihrem Kobel, bevor sie ihn noch vor der Geburt vergraulen.
Ich würde noch eine Futterbox mit Sämereien aufstellen, wenn ich nur wüßte, wie ich die vogelsicher kriege. Die Meisen gehen rein und keckeln das Futter voll, und das Infektionsrisiko ist somit ein realistisches, fürchte ich. Die kriegen es sofort spitz, wenn ich die Nüsse mit Sonnenblumenkerne austausche. Brauchen wir nicht. Yoda sagt: Schmutzige Viecher Vögel sind.
En Lärm ist es da draußen, die Krähen Ich habe versucht, sie zu zählen, bei 185 habe ich aufgehört bzw kam durcheiannder. Wo fressen die bloß alle, und was finden die so spannend hier?
Früher - vor ein paar Jahren - hat man behauptet, es gäbe 2 Eichhörnchenwellen, dem ist aber mittlerweile nicht mehr so, auch wenn sich das Gerücht noch lange, lange halten wird. Es ist auch völlig "unlogisch". Eine Eichkatze, die z.B. im Januar ihren Wurf verliert, weil er erfroren oder abgestürzt ist, wird nach ihrer biologischen Auffassung sofort wieder empfangsbereit sein. Eichkatzen sind, sobald der Wurf alleine leben kann, wieder "empfangsbereit". eine sehr fitte Eichkatze schafft sogar 3 Würfe im Jahr, aber das ist sehr, sehr grenzwertig. Wieviel "Pause" sie sich dazwischen gönnen, ist völlig unklar, hängt von der Futterlage und auch von der Konstitution der Mama ab. Wieviel Zeit braucht sie, um ihre Reserven wieder aufzufüllen, wieviel Konkurrenzkampf gibt es? Langes Geschreibsel, kurzer Sinn, ja es wir der 2. Brutanlauf sein, da bin ich mir ziemlich sicher. Dann drehen die alle durch Eichmamas wie Potentielle Eichpapas ....
Das mit dem vogelsicher ist wirklich ein Problem, mittlerweile haben wir hier auch die Krähen auf dem balkon, die erschrecken sogar unsere Hörnchen im Wohnzimmer mit ihrer Größe und ihrem Lärm, nicht gut. Aber wie will man die "vertreiben", geht nicht, auch die Plastikkrähen bringen da nichts... wenn irgendjemand mal eine Lösung hat, gerne hier mitteilen!!!
"Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier"
Die Krähen gehen nicht an die Nussboxen, nur eine Elster, ein Buntspecht und ein Grünspecht (alle erfolglos, aber die Spechte holzen ganz schöne Kerben in die Boxen) - und die Meisen, die sind das eigentliche Problem. Keckeln bei Ankunft, keckeln zur Halbzeit, und vor dem Abflug, rate mal, was sie machen? Richtig! Meisen will man nicht in den Futterboxen haben.
Tj, ich fürchte fast, das war's. Es kommen keine Hörnchen mehr, schon seit zwei Wochen jetzt. Völlig tote Nuss allenthalben. Die Kamerafalle löst nicht mehr aus. Die Nüsse bleiben, wo ich sie auffüllte. Ich habe etliche Nüsse geknackt und gekostet, die Ausfallquote ist bei beiden Sorten etwa 5%. Da es im Viertel keine Veränderungen bau- oder verkehrstechnischer Art gab und auch nicht vermehrt fremde Hörnchen auftauchten, die vielleicht zu einer Migrationsbewegung führten, fürchte ich, die drei sind alle tot.
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